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Volles Haus im Tölzer „Bräustüberl“: Mit einem gemeinsamen Essen und vom Vorstand spendiertem Glühwein ließen die Kreis-Grünen bei ihrer Mitgliederversammlung das Jahr ausklingen. 

Kreisversammlung

Grüne wollen Erfolgswelle nutzen und neue Ortsverbände gründen

Mit aktuell 120 Mitgliedern verzeichnet der Kreisverband einen deutlichen Zuwachs. Den allgemeinen Aufwind will man ausnutzen, um 2019 in zwei Grünen-Hochburgen, was die Wahlergebnisse angeht, Ortsverbände zu gründen: in Icking (31 Prozent der Gesamtstimmen, 33,5 Prozent der Erststimmen) und in Münsing (25,9 Prozent, beziehungsweise 28,2 Prozent).

Bad Tölz-Wolfratshausen – „Wie in früheren Zeiten“, sagt Beate Paulerberg, Beisitzerin im Kreisverband der Grünen, und blickt zufrieden in die Runde im Tölzer „Bräustüberl“. Gut 30 Mitglieder, darunter einige neue Gesichter, feierten dort am Freitagabend in der Jahresversammlung den Wahlerfolg bei den Landtags- und Bezirkstagswahlen und schmiedeten voller Elan Pläne für die kommenden zwei Jahre bis zu den Kommunalwahlen.

Mit aktuell 120 Mitgliedern verzeichnet der Kreisverband einen deutlichen Zuwachs. Den allgemeinen Aufwind will man ausnutzen, um 2019 in zwei Grünen-Hochburgen, was die Wahlergebnisse angeht, Ortsverbände zu gründen: in Icking (31 Prozent der Gesamtstimmen, 33,5 Prozent der Erststimmen) und in Münsing (25,9 Prozent, beziehungsweise 28,2 Prozent). Vorerst ist an einen gemeinsamen Verband gedacht. Auch über die Gründung eines Ortsverbands für die Verwaltungsgemeinschaft Reichersbeuern-Greiling-Sachsenkam wird nachgedacht, wie eine Woche zuvor in der Jahresversammlung der Tölzer Grünen berichtet wurde.

Bei den Stadtrats,- Gemeinderats- und Kreistagswahlen 2020 will die zweitstärkste Partei in Bayern auch im Landkreis aufholen. „Das Ergebnis hat gezeigt, wo es künftig hingehen kann“, sagte der frisch gewählte Landtagsabgeordnete Hans Urban aus Eurasburg, der dritten Grünen-Hochburg (28,2 Prozent und 33,5 Prozent).

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Eine schwarz-grüne-Landesregierung wäre ein Traum gewesen, meinte Urban, der nicht mit Kritik am „Männerbund“ der Freien Wähler sparte. Hubert Aiwanger und seine Gefolgsleute würden „von einem Fettnäpfchen ins nächste tappen“.

Der 40-jährige Eurasburger Bio-Landwirt wurde zum forst- und jagdpolitischen Sprecher seiner Fraktion gewählt. Bearbeiten will er außerdem die Felder Handwerk und Heimat. Auch Georg Buchwieser, neuer Bezirkstagsabgeordneter für den Stimmkreis aus Unterammergau, stellte sich kurz vor. Buchwieser wurde zum Berichterstatter für Natur- und Landschaftsschutz ernannt. Als solcher schlug er dem Kreisverband vor, einmal gemeinsam eine Isar-Begehung zu unternehmen. Buchwieser kündigte an, den Schutz des Wildflusses im Bezirkstag auf die Agenda zu heben.

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Für die Kreisvorsitzende und Kreisrätin Barbara Schwendner zeigt das Abschneiden der Grünen, dass die Menschen einen Wandel wünschen. Nicht ohne Stolz ließ sie das zu Ende gehende Jahr Revue passieren. Die Kreistagsfraktion habe in 2018 sieben Anträge eingebracht, von der Hebammenhilfe über die Kulturförderung bis zum Radwegekonzept. Der Tölzer Stadtrat Franz Mayer erinnerte an den erfolgreichen Bürgerentscheid zum Bichler Hof im September. Zusammen mit einer Bürgerinitiative hatten die Grünen wie berichtet erreicht, dass ein Investor den 2015 von ihm günstig gekauften Bichler Hof nicht in ein Hotel und Wohngebiet umwandeln darf, ohne der Stadt im Gegenzug ein Drittel des Grundstücks für Wohnbebauung zu überlassen. Mayer: „Auch in Bad Tölz ist es nicht mehr möglich, über die Köpfe der Bürger hinweg zu entscheiden.“

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In den kommenden beiden Jahren wollen die Grünen eine ganze Reihe an Themen aufgreifen. Als Schwerpunkte legten die Mitglieder aus der Vorschlagsliste von Sprecher Alexander Müllejans die Komplexe Wald und Wild, Trinkwasserversorgung, Öffentlicher Personennahverkehr und Verkehrswende, Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, Biomasse versus Landschaftserhalt sowie Inklusion und Chancengleichheit fest. Letzteres Thema brachte Grüne-Jugend-Sprecher Jakob Koch ein. Auch die Grüne Jugend schwimmt laut Koch auf der Erfolgswelle mit: Sie zählt aktuell 32 Mitstreiter, „Tendenz steigend“, wie er betonte.

Tanja Lühr

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