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Eine zentrale Stelle im Landratsamt für die Koordination von Flüchtlingsangelegenheiten fordern die Grünen.

Neue Stelle gefordert

Kreis-Grüne wünschen sich Integrationsmanager

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Die Grünen im Landkreis wünschen sich einen Integrationsmanager. Der Posten sei wichtig, um die Entstehung von Parallelgesellschaften zu verhindern. Vorerst sind sie mit ihrem Antrag gescheitert. 

Bad Tölz-Wolfratshausen– Es ist eine Stelle, die den Grünen im Kreistag seit Längerem am Herzen liegt: Sie wünschen sich, die Einstellung eines Integrationsmanagers. Mit ihrem Antrag in der Sitzung des Kreisausschusses standen sie aber auf verlorenem Posten.

„Wir sind der Meinung, dieser Posten wäre absolut notwendig“, versuchte Barbara Schwendner (Grüne), Unterstützer für ihr Anliegen zu gewinnen. Es sei wichtig, die Integration von Asylbewerbern und Bleibeberechtigten „proaktiv voranzutreiben“. Sprache, Arbeit und Wohnen seien die größten Hürden, die Flüchtlinge hier auf dem Weg zur Integration zu nehmen hätten, ergänzte Schwendner. Natürlich gebe es in vielen Orten sehr aktive Helferkreise, bestehend aus Ehrenamtlichen. „Aber die Prozesse sind so anspruchsvoll, dass sie oft überfordert sind.“ Genau hier soll die neue Stelle am Landratsamt ansetzen: Der neue Mann oder die neue Frau sollen die Helferkreise vor Ort unterstützen, mit den kommunalen Asylkoordinatoren zusammenarbeiten und Stellen wie Schulen, Unternehmen und Jobcenter besser vernetzen. Von einer Unterstützung in diesem Bereich würde die Allgemeinheit profitieren: „Wir wollen einen Anstieg von Sozialhilfefällen und die Bildung von Parallelgesellschaften verhindern“, so Schwendner.

Landrat Josef Niedermaier gegen zentrale Stelle

Die anderen Fraktionen erkannten zwar den guten Willen hinter dem Antrag, taten sich aber dennoch schwer damit. „Ich habe darüber nachgedacht. Aber ich sehe die Lösung nicht in einer zentralen Stelle am Landratsamt“, sagte Günther Fuhrmann (FDP/Ausschussgemeinschaft). Diese Meinung teilte Reiner Berchtold (SPD). „Gut wäre, wenn jede Kommune jemanden hätte, der für die Integration zuständig ist. Das würde ich mir wünschen.“ Eine zentrale Stelle mache für ihn dagegen wenig Sinn. Landrat Josef Niedermaier teilte diese Einschätzung. In vielen Kommunen gebe es mittlerweile auch Mitarbeiter, die mit dieser Aufgabe betraut sind. Für die Vernetzung sorgen zudem Runde Tische, die das Landratsamt organisiert. Außerdem würden Jobcenter und Arbeitsagentur regelmäßige Infoveranstaltungen anbieten. Und nicht zuletzt, so Niedermaier, kümmere sich der Verein „Hilfe von Mensch zu Mensch“ um die Asylsozialberatung und sei mit insgesamt 15 Mitarbeitern unter anderem in den Gemeinschaftsunterkünften vor Ort.

Gegen die Stimmen der beiden Grünen wurde der Antrag im Kreisausschuss abgelehnt. Das letzte Wort hat aber wie immer der Kreistag, der Ende Februar über den Haushalt und den dazugehörigen Stellenplan abstimmen wird.

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