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Alfred Schmeide (li.) hatte das Amt erst im Januar 2019 von Karl Murböck (re.) übernommen.

Feuerwehr

Kreisbrandrat Alfred Schmeide tritt zurück

  • Andreas Steppan
    vonAndreas Steppan
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Wie das Landratsamt mitteilt, tritt Kreisbrandrat Alfred Schmeide  am 30. April von seinem Amt zurück. Dafür werden „persönliche Gründe“ angeführt.

Bad Tölz-Wolfratshausen– Der Lenggrieser Alfred Schmeide (48) hatte das Amt erst im Januar 2019 von seinem Vorgänger Karl Murböck übernommen. Etwa ein halbes Jahr zuvor hatten ihn die Feuerwehr-Kommandanten zum neuen Kreisbrandrat gewählt – mit nur einer Stimme Vorsprung vor seinem Mitbewerber Josef Limm aus Münsing. Gleich in den ersten Wochen seiner Amtszeit erwartete Schmeide die erste große Herausforderung: die Bewältigung des Katastrophenfalls, der wegen der starken Schneefälle ausgerufen wurde. „Die schwierige Situation konnte er aus dem Stand mit Bravour meistern“, lobt Landrat Josef Niedermaier zum Abschied. „Alfred Schmeide gebühren für seine geleisteten Dienste mein persönlicher Respekt und Dank für seinen unermüdlichen Einsatz für das Allgemeinwohl“, so der Landrat weiter. Er bedaure, dass die „konstruktive Zusammenarbeit“ ende.

Schmeide selbst war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Aus Kreisen seiner Kollegen in der Landkreis-Feuerwehrführung wird Verständnis für die Entscheidung geäußert. „Ein Ehrenamt in dieser Position ist immer mit viel Zeitaufwand, auch Ärger und Streit verbunden“, sagt Wolfgang Stahl, Kreisbrandinspektor für den südlichen Landkreis. „Natürlich gibt es auf der anderen Seite viele Gründe, die das aufwiegen. Aber wenn jemand sagt, dass es gerade nicht das Richtige für seine Lebenssituation ist, muss man das respektieren.“

Die Aufgaben des Kreisbrandrats, der als Bindeglied zwischen den Feuerwehren und dem Landratsamt fungiert, wird nun fürs Erste der Kreisbrandinspektor Nord, Erich Zengerle aus Egling, übernehmen. Er war auch bisher schon als Stellvertreter für Urlaubs- oder Krankheitszeiten festgelegt. Die Aufgaben seien aber ohnehin „auf mehrere Schultern verteilt“, sagt Zengerle, Geregelte Abläufe bis zur Wahl des neuen Kreisbrandrats seien gewährleistet.

Wie Stefan Kießkalt, Sprecher der Kreisbrandinspektion, erklärt, ist aktuell noch kein Name für die Nachfolge im Gespräch. „Das ist noch zu frisch. Wir werden uns zusammensetzen und das intern aufarbeiten müssen.“ Es obliegt letztlich dem Landrat, einen Bewerber für den Posten vorzuschlagen. Laut Landratsamt muss ein Nachfolger innerhalb von sechs Monaten gewählt werden.  

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