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Wollen für die FUW in den Kreistag (vorne, v. li.): Brigitte Zellner, Gisela Hartmann, Benjamin Manhart, Angela Müller, Christina Woelfl, Bernhard Rahn, Peter Kirner, (hinten, v. li.) Walter Nagenrauft, Matthias Hartmann, Karl Weinhuber, Johannes Hartmann, Franz Hartmann, Helga Clausen und Reinhold Clausen. 

Kommunalwahl 2020

Kreistagsliste der Freien Unabhängigen Wähler: „Wir sind alles lebendige Geister“

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20 Kandidaten stehen auf der Kreistagsliste der Freien Unabhängigen Wähler. Das Ziel: Drei Mandate im neuen Kreistag erreichen.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Das Ziel der Freien Unabhängigen Wähler (FUW) ist klar: Mindestens drei Kreistagsmandate wollen sie bei der Wahl am 15. März gewinnen. Damit hätten die FUW Fraktionsstärke und ein Anrecht auf einen Sitz in den Ausschüssen – „und da spielt die Musik“, sagte Kreisrat Franz Hartmann in der Nominierungsversammlung am Mittwochabend im „Kolberbräu“. Bis 2014 bildeten die FUW zusammen mit FDP, Bayernpartei und der 2014 nicht mehr angetretenen ÖDP eine Fraktionsgemeinschaft, dann hatten FDP und BP das Bündnis aufgekündigt, weil die Verbindung der beiden für die Fraktionsstärke ausreichte.

FUW-Sprecher: „Wir haben viel Qualität auf der Liste“

19 weitere Bewerber hat Spitzenkandidat Hartmann um sich geschart, um am 15. März keine Stimme zu verschwenden, werden all dreifach auf der Liste aufgeführt und füllen so alle möglichen 60 Plätze. „Wir haben viel Qualität auf der Liste“, sagte Hartmann, der bis Ende 2016 das Gesundheitsamt leitete. Es sei eine gute Mischung aus Vertretern aus dem Norden und dem Süden des Landkreises. Sieben Frauen kandidieren. „Wir sind alles lebendige Geister, nicht ideologisch überlagert. Jeder kann sich einbringen“, sagte der 69-Jährige. Bei Abstimmungen könne jeder so entscheiden, wie er es für richtig halte. „Er hat nur Verantwortung gegenüber den Menschen, die ihn gewählt haben.“

Spitzenkandidat Hartmann will Ein-Euro-Ticket für ÖPNV

Hartmann umriss einige Themen, die ihm wichtig sind. Dazu gehört die Einführung eines Ein-Euro-Tickets für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV). „Das würde die Leute dazu bringen, den ÖPNV besser zu nutzen.“ Dieser müsste natürlich – vor allem auf den Hauptrouten – deutlich verbessert werden. Gefallen würde Hartmann auch, „wenn man bei Behördenfahrzeugen und Bussen auf E-Mobilität setzen würde“.

Es braucht „frischen Mut von außen“

Als weitere Schlagworte nannte der Spitzenkandidat die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, den Ausbau der Radwege, das Vorantreiben der Digitalisierung und das Thema Tierwohl. „Hier liegt einiges im Argen.“ All diese Punkte finden sich auch auf der Homepage in einer Art Wahlprogramm wieder. „Aber wenn jemand für sich andere Schwerpunkte hat, ist das natürlich auch ok“, sagte der Wackersberger. Im Landkreis gebe es jedenfalls einiges zu tun. Für die Umsetzung brauche es „frischen Mut von außen. Die großen Parteien dürfen nicht übermächtig werden.“ Besser wäre es, „sie gesundzuschrumpfen“, forderte Franz Hartmann. Er persönlich wünsche sich für den neuen Kreistag jedenfalls „eine frische innovative Kraft, die Rabatz macht“.

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