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Hat neue Pläne fürs Künstlerviertel am Jungmayrplatz: Patrizia Zewe in ihrer Tölzer Galerie.

Neue Veranstaltungsreihe

Künstler wollen dem Jungmayrplatz Leben einhauchen

Bad Tölz - Um neue Ideen ist Künstlerin Patrizia Zewe nie verlegen. Mit ihrem jüngsten Projekt will sie „den Tölzer Jungmayrplatz aus seinem Dornröschenschlaf holen“.

Jenseits des Wochenmarkts ist es dort nämlich meist recht ruhig, und das, obwohl dort einige Werkstätten, Ateliers und Galerien beheimatet sind. Deshalb haben sich jetzt sechs Künstler zusammengeschlossen und bieten jeden zweiten Dienstag von 17 bis 20.15 Uhr „Die lange Nacht am Jungmayrplatz“ an.

Nun endet eine lange Nacht nicht unbedingt um Viertel nach acht. Und der Dienstag ist ein ungewöhnlicher Wochentag für ein solches Angebot. Doch für beides hat die rührige Kunstexpertin eine schlüssige Erklärung: Der Titel „Lange Nacht“ solle aufmerksam machen. „Im Winter wollen die Leute aber pünktlich zu Beginn des Spielfilms daheim sein – es ist also ein bisschen ironisch gedacht.“ Der Dienstagabend sei geeignet, weil dann wegen des Wochenmarkts am nächsten Tag keine Autos am Platz parken.

Geplant ist Folgendes: Im Öha-Kunstraum, in den beiden Juwelier-Werkstätten von Saba al Day und Stephanie Kieslinger, im Werkstattladen der Malerin Lilli Mayer, bei der Möbelrestauratorin Rosemarie Auer und im Laden von Patrizia Zewe selbst soll es idealerweise zu einem „Get together“ aller interessierten Tölzer Bürger kommen. Es werden Tischchen und Kerzen vor den Geschäften aufgestellt, es gibt etwas zu trinken und Knabbereien – und man könne den Künstlern „über die Schulter schauen“.

Zewe wünscht sich, dass die „Lange Nacht“ als „Testballon“ gut angenommen wird, und dass vor allem auch neue Leute den Weg zum Jungmayrplatz finden.

Der kleine Platz in der Altstadt ist in Zewes Augen prädestiniert dafür, dass ihm neues Leben eingehaucht wird. „Da passiert wirklich einiges auf kleinem Raum. Und die Besucher können bei jedem etwas Anderes erleben.“ In der ersten „Langen Nacht“ am Dienstag, 8. November, ist im Öha-Kunstraum die Ausstellung „Die Welle“ von Michael Fackelmann zu sehen. Bei Rosemarie Auer kann man künstlerisch gestaltete Holzschachteln in Augenschein nehmen. In den Juwelierläden ist man live dabei, wenn Schmuckstücke angefertigt werden. Im Werkstattladen von Real Isarwinkel wird gemalt. Und bei Zewe selbst ist es die Kombination von „Art und Fashion“, die die Besucher anlocken soll. Dort gibt es Fotos der Vogue-Fotografin Rita Kohmann, Mini-Gemälde von Zewe selbst und für kleines Geld stylische Second-Hand-Mode. Zewe ist sicher: „Auch in Tölz ist ein kleines, buntes Leben möglich.“

Ines Gokus

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