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Sie sind die „females“: (v. re. gegen den Uhrzeigersinn): Andrea Meßmer (Malerin), Priska Ludwig (Fotografie und Installation), Jeannine Rücker (Malerin), Stefanie Macherhammer (Malerin) und Marianne Hilger (malt, gestaltet Drucktechniken und Objekte) mit ihrer Ideengeberin, der ehemaligen Tölzer Galeristin Patrizia Zewe (Mi.). 

In Schwabing

Kunst aus weiblicher Sicht: „females“ aus dem Tölzer Land stellen aus

Im Herbst 2017  hatten sie mit ihrer ersten Ausstellung großen Erfolg. Jetzt lädt die Künstlerinnengruppe „females“ aus dem Tölzer Land zum „Art-Weekend“ ins „Atelier 50“ in die „Domagk-Ateliers“ in München-Schwabing ein.

Bad TölzMarianne Hilger, Stephanie Macherhammer, Jeannine Rücker, Priska Ludwig, Andrea Meßmer und Patrizia Zewe haben wieder ein weibliches Thema gewählt – und der Name ist Programm: „#wonderfulwomenlifechange“ lautet der Titel. Es geht um „Übergänge und Zwischenzeiten im Leben einer Frau – Wandel, Suche, Umbruch und permanente Veränderung“.

„Wenn wir uns zusammentun, werden wir besser gesehen“, davon ist Patrizia Zewe, Initiatorin der Gruppe, überzeugt. Die Galeristin hat bis vor zwei Jahren in Tölz den „Kunstsalon“ betrieben und viel bewegt in der hiesigen Kunstszene. Zurück in München ist Zewe, selbst auch Künstlerin, nicht weniger aktiv. Die „females“ liegen ihr besonders am Herzen. „Wir bearbeiten die Themen der Zeit, die Themen, die anstehen, und wir tun das aus weiblicher Sicht“, sagt sie. „Es geht darum, dass eine Frau Alltag, Kinder, die Pflege der Eltern meistern muss – und trotzdem Künstlerin sein kann. Damit meine ich nicht eine Hausfrau, die hobbymäßig malt, sondern eine Frau, die das als Beruf und Berufung sieht. Darauf wollen wir aufmerksam machen.“

Lesen Sie auch: Fünf Frauen, ein Kunstprojekt: Die weibliche Perspektive

Die Frauen vertiefen sich in die Themen und setzen sie künstlerisch um – „wenn es nicht anders geht, auch in der Nacht“, sagt Zewe. „Frauen sind ziemlich gut drin, all das zu meistern.“ Ein wesentlicher Unterschied zu männlichen Berufskünstlern sei, dass diese nicht mit Alltagspflichten behelligt werden: „Sie können sich ganz und gar auf ihr Schaffen konzentrieren.“

Bestimmt ist es aber auch für die Herren interessant, die Ausstellung, die vom 6. bis 8. Juli zu sehen ist, zu besuchen – die konsequent weibliche Sicht auf Dinge und das Geschehen. Die „females“ wollen neue Perspektiven eröffnen. Marianne Hilger, Stephanie Macherhammer, Jeannine Rücker, Priska Ludwig, Andrea Meßmer und Patrizia Zewe werden in den Domagk-Ateliers, laut Zewe „eine der angesagtesten Locations derzeit“, jeweils fünf bis sechs Bilder ausstellen. Zu sehen sind Malereien, Fotografie und eine Installation aus großen Puppen. „Wir passen als Gruppe zusammen, obwohl wir so unterschiedlich sind. Jede darf sein, wie sie ist“ sagt Zewe.

Das verspricht eine spannende Ausstellung und angeregte Gespräche zwischen Künstlerinnen und Publikum. Für die Vernissage am Freitag, 6. Juli, wurden zwei Tänzerinnen engagiert. Zewe hofft natürlich, an den Erfolg der ersten Ausstellung „female sexyness“ anknüpfen zu können. Und im Herbst stellt dann die kreative Gruppe in der Heimat aus: Mit einem „artweekend“ vom 9. bis 11. November im Kleinen Kursaal. „Wir wollen uns als moderne Künstlerinnen austauschen, unsere Werke gemeinsam einem interessierten Publikum zeigen – und wie wir uns auf weibliche Art mit der Welt auseinandersetzen.“

Weitere Infos: Die Vernissage zur Ausstellung „#wonderfulwomenlifechange“ beginnt am Freitag, 6. Juli, um 19 Uhr mit Performance-Show in den Domgak-Atelieres in München (Halle 50, Margarethe-Schütte-Lihotzky-Straße 30.). Die Schau ist am Samstag und Sonntag von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Ines Gokus

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