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Sehr gefragt: Die Lehrküche im neuen Vitalzentrum.  

Kur- und Tourismusausschuss

„Was fehlt, sind Betten“

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Auf den Punkt brachte es Andrea Grundhuber (Grüne) mit ihrer Frage: „Wenn Bayern und Oberbayern beim Tourismus so deutlichen Zuwachs haben, warum kommen die dann eigentlich nicht nach Tölz?“ Kurdirektorin Brita Hohenreiter, die im Kur- und Tourismusausschuss den Jahresbericht der Tourist-Info vorstellte, hatte eine klare Antwort: „Uns fehlen einfach Betten.“

Bad Tölz – Tölz habe im vergangenen Jahr bis zum Dezember noch einen Zuwachs von zwei Prozent gehabt, dann erst sei der Einbruch erfolgt. Bei den Ankünften (79 614) ergab sich übers Jahr so ein leichtes Minus von 0,67 Prozent gegenüber 2015. Bei den Übernachtungen (346 556) waren es minus 0,29 Prozent. Vor allem Gruppen seien immer schlechter unterzubringen, würden aber nachgefragt. Hohenreiter: „Verteilen auf fünf Häuser geht heute nicht mehr.“

In 2016 hatte das Landhaus Iris geschlossen und im Haus Isarwinkel standen wegen Teilsanierung nur 72 der 170 Betten zur Verfügung. Die verbliebenen Hotels und Vermieter hätten aber zum Teil Rekordergebnisse erzielt. Bemerkenswert: Die Bettenzahl in Tölz ist in der Summe erstmals seit vielen Jahren wieder leicht gestiegen (2015: 2101, 2016: 2120). Es sind aber vor allem Kleinvermieter von ein oder zwei Ferienwohnungen, die für den Trendwechsel verantwortlich sind. Mit einer Aufenthaltsdauer von 4,35 Tagen sei Tölz laut Hohenreiter „noch ganz gut bedient“. Die Bettenauslastung beträgt 44,8 Prozent (Oberbayern: 46,8).

Hohenreiter sieht Bad Tölz ansonsten als Gesundheitsstandort für Selbstzahler gut aufgestellt. Die touristische Entwicklung sei trotz der leicht rückläufigen Zahlen „konstant positiv“ verlaufen.

Höchst erfreulich entwickelt sich der Wohnmobilparkplatz an der Isar, dessen 38 Stellplätze oft mit doppelt so viel Fahrzeugen belegt sind. Hohenreiter regte an, über eine Verkleinerung des Parkplatzes zugunsten weiterer Camper-Plätze nachzudenken. Die Nutzer der jährlich über 10 000 Fahrzeuge gelten als gut betuchte Klientel.

Das seit Frühsommer 2016 laufende Vitalzentrum hat sich für die Kurdirektorin zum Erfolgmodell entwickelt. Es hätten seitdem über 550 Einzelveranstaltungen mit den örtlichen Leistungsträgern im Gesundheitsbereich betreut oder selbst durchgeführt werden können. Ob Entspannungstraining, Yoga, Augenschule, Tölzer Veg, BKK-Aktivwochen, Kräuterpädagogikkurse oder Kochkurse in der Lehrküche: das Programm ist breit gefächert. Das Vitalzentrum sei genau das geworden, „was ich mir vorgestellt habe“, freute sich die Kurdirektorin. „Die Mietanfragen laufen wie wahnsinnig.“

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