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Eröffnen das neue Kunstwerk: Künstler Marco Paulo und Bürgermeister Josef Janker.

Kunst im Rosengarten

Im Labyrinth des Lebens geht keiner verloren

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Bad Tölz - Es ist ein Labyrinth, in dem sich niemend verirren kann: Mit einer Feierstunde wurde das neue Kunstwerk von Marco Paulo im Tölzer Rosengarten eröffnet.

Als Künstler Marco Paulo die runden Steine in der Wiese des Tölzer Rosengartens eingelassen hat, kam ein Junge, vielleicht sieben Jahre alt, vorbei und fragte, was er da mache. Er baue ein Labyrinth, da könne man drübergehen, sagte Paulo zu dem Buben. „Was bringt das?“, fragte der Bub weiter. Während Paulo noch überlegte, wie er das nun kindgerecht erklären könne, sagte der Bub, er wisse schon: „Glück“.

Die Erklärung um das Labyrinth, das nun den Rosengarten ziert, ist zwar ein bisschen komplizierter, aber im Wesentlichen geht es tatsächlich um das Glück. Künstler Paulo hat das Labyrinth nach dem Vorbild in der Kathedrale von Chatres für Bad Tölz entworfen. Am Freitag wurde es in einer Feierstunde eröffnet, wo Paulo die Anekdote mit dem Buben erzählte. Passend zur Eröffnung spielten Marcus Ottschofski und Heidrun Krächan Musik auf einem Klang-Auge und einer westafrikanischen Harfe.

Das Labyrinth ist ein Symbol des Lebens und wird bereits seit Jahrtausenden in verschiedenen Kulturen verwendet. „Ich widme es meinen Töchtern, damit sie ihren Lebensweg trotz der Umwege, die wir alle gehen müssen, finden und dabei glücklich werden“, so Paulo. Wie im Leben gehe man im Labyrinth auf ein Ziel zu, dabei kann nichts ausgelassen werden – keine Begegnung und kein Tag, sagte Bürgermeister Josef Janker. „So ist es im Privaten und auch in der Politik.“

Paulos Labyrinth ist mit einem Durchmesser von 16,4 Metern etwas größer als das in Frankreich. „Bei der Anzahl der Ringe und Windungen habe ich mit aber daran orientiert“, so der Künstler, der auch die Brücke der Menschlichkeit für den Kunstwanderweg am Blomberg konzipiert hat. Der Eingang des Labyrinths verlaufe in einer Linie mit dem Kalvarienberg, um von dessen Energie schöpfen zu können.

Paulo sei eines morgens aufgewacht und habe zu seiner Frau gesagt, er baue ein Labyrinth. Es seien zwar nicht alle gleich begeistert gewesen. Aber schließlich „hat die Kraft des Labyrinths alle überzeugt“. In der Feierstunde bezeichnete Janker das Labyrinth als Bereicherung für die Stadt. Zusammen mit Marketing hat die Tourist Info 5000 Euro für das Kunstwerk ausgegeben.

Paulo hofft, dass viele Bürger und Gäste durch das Labyrinth gehen – gerne auch barfuß. Dabei gebe es kein richtig oder falsch, jeder Mensch erfahre auf dem Weg, wie er gehen müsse. „Wichtig ist nur, bewusst und mit Demut zu gehen, damit man Glück aus dem Lebensweg schöpfen kann."

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