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Das Baudenkmal Haus Fruth: Im Tölzer Bauausschuss wurde jüngst eine Entkernung grundsätzlich befürwortet. Das Landesamt für Denkmalpflege hat dabei aber auch noch ein gewichtiges Wörtchen mitzureden.

Tölzer Baudenkmal 

Haus Fruth: Landesamt „kennt die Umbaupläne nicht“

Was sagt eigentlich das Landesamt für Denkmalpflege (LfD) zur jüngsten Entwicklung in Sachen Haus Fruth? Das Tölzer Baudenkmal soll entkernt und umgebaut werden. 

Bad Tölz – Vor einer Woche hatte der Tölzer Bauausschuss den Vorbescheidsantrag von Ernst Duttler befürwortet, wonach das denkmalgeschützte Haus aus dem Jahre 1928 entkernt und umgebaut wird. Es bliebe nur noch die Umfassungsmauer stehen.

„Wir kennen diese Pläne noch nicht“, sagt LfD-Pressesprecherin Dorothee Ott. Man werde im Verfahren aber ohnehin von der Baugenehmigungsbehörde im Landratsamt beteiligt und werde dann eine Stellungnahme abgeben. Ohne Prüfung wolle man keine Aussage treffen.

Im Bauausschuss war auch die Frage aufgeworfen worden, ob es denn vorab Gespräche des Bauwerbers mit dem zuständigen LfD-Gebietsreferenten gegeben habe. Dorothee Ott verneint dies. Es habe vor längerer Zeit einmal eine Unterredung stattgefunden, aber nicht in den vergangenen Monaten und auch nicht zum jetzigen Bauvorbescheid.

Interessant am Rande: Zweiter Bürgermeister Andreas Wiedemann, der das Entkernungs-Vorhaben im Tölzer Bauausschuss verteidigt hatte, folgte dabei nach seinen Worten der positiven Einschätzung des Vorbescheidsantrags durch die Kreisgenehmigungsbehörde im Landratsamt. Das Landesamt für Denkmalpflege war dabei nicht eingebunden.

chs

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