Verheerender Anschlag in Ägypten: Zahl der Toten auf 155 gestiegen

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In der bunten Welt der Stollen fühlen sich diese drei Bäcker wohl (v. li.): Manfred Stiefel, Prüfer des Brotinstituts, Innungs-Obermeister Konrad Stelmaszek und Prüfungshelfer Hans Büttner.

Auszeichnung

Die Landkreis-Bäcker sind Stollen-Profis

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Ingolstadt, Eichstätt, Augsburg: Über diese Route kam Manfred Stiefel nach Bad Tölz. Immer wenn es Richtung Adventszeit geht, reist der Mann aus Konstanz durch ganz Süddeutschland. Seine Jobbeschreibung: „sensorischer Sachverständiger“. Als Angestellter des Deutschen Brotinstituts testet er Stollen, rund 25 jeden Tag.

Bad Tölz– Ende dieser Woche ging Stiefel seinem Beruf in Bad Tölz nach. Die Ergebnisse der freiwilligen Stollenprüfung stellte die Bäcker-Innung Miesbach/Bad Tölz-Wolfratshausen nun bei einem Pressegespräch in der Tölzer AOK-Geschäftsstelle vor. 14 Bäckereien hatten insgesamt 53 Stollen eingereicht. 30 davon erhielten das Prädikat „sehr gut“, 21 wurden als „gut“ eingestuft. Nur zwei Gebäcke bekamen keine Prämierung. Sie waren entweder zu dunkel gebacken oder mit zu wenig Salz versetzt. „Durch eine Prise Salz entfalten sich die Aromen“, erklärte Stiefel. „Insgesamt ist das ein richtig gutes Ergebnis. 96 Prozent bekommen eine Urkunde. Viel mehr geht fast nicht.“ Seine offiziellen Kriterien: Form und Aussehen, Oberflächen und Krusteneigenschaften, Lockerung und Krumenbild, Struktur und Elastizität, Geruch und Geschmack.

Beeindruckend ist die kreative Vielfalt der lokalen Bäcker: Pistazien-, Cranberry- und Limoncello-Stollen gehören dabei zu den ausgefalleneren Sorten, Butter-, Mandel-, und Nuss-Stollen eher zu den Klassikern. Gleich 13 verschiedene Kreationen reichte die Königsdorfer Backstube ein, die Bäckerei von Innungs-Obermeister Konrad Stelmaszek. Er betonte den qualitativen Unterschied zwischen handgemachten Stollen und den Waren der Lebensmittel-Industrie. „Wir arbeiten ohne Konservierungsstoffe und bieten ein ganz anderes Aroma. Das sind Welten.“

Die regionalen Bäcker-Erzeugnisse mögen besser schmecken, die Konkurrenz der Discounter ist trotzdem groß. „Der Preisdruck ist schon enorm. Da zahlt man oft nur die Hälfte“, sagte Stelmaszek. „Ich kenne etliche Kollegen, die in der Adventszeit gar keine Stollen mehr machen.“

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