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Der Süden verbraucht weniger Strom: Stromanbieter Eon hat den Stromverbrauch der Haushalte verglichen. 

Ein Landkreis spart Strom

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Bad Tölz-Wolfratshausen - Ein Haushalt in Benediktbeuern verbraucht wesentlich weniger Strom als ein Haushalt in der Jachenau. Insgesamt zeigt sich der Landkreis im oberbayerischen Vergleich aber als besonders sparsam.

Fernseher, Kühlschrank, Waschmaschine: Aus der heimischen Steckdose kommt rund um die Uhr Strom. Wie viel da verbraucht wird, ist sehr unterschiedlich. Das weiß jeder, der seine Stromrechnung schon mal mit dem Nachbarn verglichen hat. Wie groß der Unterschied des Stromerbrauchs zwischen Gemeinden und Landkreisen ist, hat der Stromanbieter Eon heuer das erste Mal untersucht.

Die Stadt Wolfratshausen verbraucht demnach im Schnitt am wenigsten Energie im Landkreis. Nur ein bisschen mehr Strom nutzen die Benediktbeurer Haushalte. Reichersbeuern und Sachsenkam liegen etwa im Landkreis-Durchschnitt. 2664 Kilowattstunden Strom fließen durchschnittlich in Bad Tölz-Wolfratshausen aus den Steckdosen.

Deutlich darüber liegen die Haushalte in den Gemeinden Jachenau, Egling, Dietramszell und Icking. Hier wird am meisten Energie verbraucht. Warum manche Regionen sparsamer sind als andere, versucht Stefan Moriße zu erklären, der bei Eon für die Unternehmenskommunikation zuständig ist. „Im ländlichen Bereich sind die Wohnungen häufig größer.“ Zudem falle auf, dass in Regionen, in denen viele Pendler leben, der Stromverbrauch deutlich niedriger sei. Das merke man auch in Ferienregionen. „Der Verbrauch ist oft geringer, wenn es viele Ferienhäuser gibt, die nicht ganzjährig belegt sind“, sagt Moriße.

Das macht sich im Vergleich der oberbayerischen Landkreise bemerkbar: Garmisch-Partenkirchen und München sind am energiesparsamsten. Auf Platz drei folgt Bad Tölz-Wolfratshausen, wo es sowohl viele Pendler als auch Touristen gibt. Am meisten Strom verbrauchen die Haushalte in Freising, Dachau und Erding.

Für den Vergleich hat sich Eon die Verbrauchswerte seiner rund sechs Millionen Privatkunden in Deutschland vorgenommen und den Verbrauch durch die Zahl der Haushalte in der Gemeinde geteilt. Gewerbe- und Industriekunden wurden nicht berücksichtigt. In der Statistik werden außerdem nur Gemeinden aufgeführt, in denen Eon Grundversorger ist.

Der bayerische Durchschnittshaushalt verbraucht 2887 Kilowattstunden. Wie viele Personen im Haushalt leben, spielt für Eon dabei keine Rolle. Meist liege der Verbrauch eines Single-Haushalts zwischen 800 und 1200 und eines Drei-Personen-Haushalts bei 3000 Kilowattstunden Stromverbrauch im Jahr. „Es hängt aber immer davon ab, ob man auf 20 oder 80 Quadratmetern wohnt und einen oder fünf Fernseher hat“, sagt Moriße.

Für diejenigen, die erschrecken, wenn sie ihre Stromrechnung nun mit dem Durchschnittswert in der Gemeinde vergleichen, hat Moriße zwei Tipps. „Das ist vielleicht altbacken, aber aufs Jahr gesehen sollte man nicht unterschätzen, was Stand-by-Geräte ausmachen.“ Wer Steckdosen mit Schalter verwende und sein WLan während des Urlaubs ausschalte, könne sparen, ohne sich einschränken zu müssen.

Außerdem „kann man sich gerade bei Kühlschrank, Waschmaschine und Trockner überlegen, ob sich nicht eine Neuanschaffung lohnt“, sagt Moriße. Allerdings sei wichtig zu berücksichtigen, dass die Hersteller die Energieeffizienzklasse des besten Modus’ angeben. „Da ist es also wichtig, auch den Energiesparmodus zu nutzen.“

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