Der Wartebereich des Tölzer Impfzentrums: Geimpft wird aber nur, wer registriert ist und einen Termin mitgeteilt bekommen hat.
+
Bislang waren die Landkreis aufgefordert, die Kapazitäten in den Impfzentren - hier das in Bad Tölz - auszubauen

Corona: Impfstrategie geändert

Landrat Niedermaier: Impfung durch Hausärzte „auf Dauer der einzig erfolgversprechende Weg“

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    vonVeronika Ahn-Tauchnitz
    schließen

Das dürfte viele Landräte überrascht haben: Ihnen wurde mitgeteilt, dass die Kapazitäten in den Impfzentren nun doch nicht ausgebaut werden sollen, weil Bayern bei der Impfstrategie eher auf die Hausärzte setzt. Landrat Josef Niedermair nimmt es gelassen.

Bad Tölz-Wolfratshausen - Bislang waren die Landkreis aufgefordert, ihre Kapazitäten in den Impfzentren auszubauen - vor allem mit Blick auf die höheren Liefermengen an Impfstoff, die ab dem zweiten Quartal zur Verfügung stehen sollen. Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen war schon alles dafür vorbereitet, um ab April, die Zahl der täglichen Impfungen gegen das Corona-Virus in den Zentren in Bad Tölz und Wolfratshausen deutlich erhöhen zu können.

Bis zu 1000 Impfungen pro Tag wären möglich

Landrat Josef Niedermaier reagiert auf die neuen Anweisungen, das Impfen verstärkt auf die Hausärzte zu verlagern, dennoch gelassen. „Wir sind für alle Eventualitäten gerüstet. Wir haben unsere Impfzentren soweit vorbereitet, dass wir bis auf 1000 Impfungen pro Tag aufstocken könnten. Es bedeutet aber auch, dass wir keine größeren Schwierigkeiten bekommen, wenn wir bei der bisherigen Impfmenge von etwa 600 am Tag bleiben.“ Glücklicherweise sei die Erweiterung ohne große Umbauten und damit ohne Kosten möglich gewesen. Zudem klappe die Zusammenarbeit mit der Aicher Group, die die beiden Impfzentren betreibt, gut, „auch dann, wenn wir permanent schnell auf neue Entwicklungen reagieren müssen“, so Niedermaier.

Impfen für Hausärzte muss unbürokratisch und ohne großen Aufwand möglich sein

Bei der Impfung nun vor allem auf die Hausärzte zu setzen, ist für den Landrat „auf Dauer der einzig erfolgversprechende Weg“. Allerdings sei das nur möglich, „wenn das unbürokratisch und ohne Aufwand für die Priorisierung nach der Impfverordnung geht. Wenn sich jemand also impfen lassen möchte, muss das für jeden schnell möglich sein“ – vor allem, wenn ab April genügend Impfstoff zur Verfügung stehe und eine Priorisierung nicht mehr nötig sei. „. Nur dann“, sagt Niedermaier, werden wir dieser Aufgabe Herr werden.

Einen Überblick über die Corona-Entwicklung im Landkreis lesen Sie hier.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare