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Lage verschärft sich

Katastrophenfall für Bad Tölz-Wolfratshausen ausgerufen: Hubschrauber soll Bäume von Schnee befreien

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Landrat Josef Niedermaier hat am späten Donnerstagabend für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen den Katastrophenfall ausgerufen.

Update, 11. Januar, 11.05 Uhr:

  Über Nacht wurden nach der Ausrufung des  Katastrophenfalls die Einsatzstrukturen organisiert und aufgestellt. Am heutigen Freitag werden insgesamt 390 Kräfte im Einsatz sein, davon 240 Einsatzkräfte der Feuerwehr, 25 Kräfte des THW, 50 Soldaten der Bundeswehr, 60 Einsatzkräfte der Bergwacht zur Absturzsicherung und 15 Sanitäter.

„Innerhalb der nächsten Stunden wird versucht, mit Hilfe eines Hubschraubers der bayerischen Polizei die Bäume an der Straße zwischen Jachenau und Lenggries vom Schnee zu befreien“, so Marlis Peischer vom Landratsamt.

Daneben gelte es vorrangig, die Dächer öffentlicher Gebäude von den Schneelasten zu befreien und die Zufahrtsstraßen zu den und in den besonders betroffenen Gemeinden Icking, Jachenau, Fall, Dietramszell, Ortsteil Vorderriß sowie in der Stadt Geretsried mindestens einspurig freizuhalten.

„Es bleibt jedoch Aufgabe der Eigentümer, die Schneelast auf den Dächern zu beobachten und ggf. mit Hilfe von Privatfirmen frei zu räumen“, so das Landratsamt.

In den betroffenen Gemeinden wurden Expertenkommissionen eingerichtet, um die Statik von öffentlichen Gebäuden und Gebäuden der notwendigen Infrastruktur zu prüfen. Für Fragen und Hinweise ist ein Bürgertelefon eingerichtet. Das Telefon ist bis 20 Uhr unter Telefon 08041/793470 besetzt.

Katastrophenfall ausgerufen

Bad Tölz-Wolfratshausen -  Nach der Besprechung des Krisenstabs am Donnerstag um 18 Uhr hatte Stefan Kießkalt, neuer Sprecher der Kreisbrandinspektion, noch erklärt: „Wir sind unterhalb der Katastrophenschwelle.“ Doch um 21 Uhr tagte der Kreis aus Vertretern von Landratsamt, Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr und verschiedenen Behörden noch einmal. Und um 22.37 Uhr stand fest:  Landrat Josef Niedermaier wird den Katastrophenfall für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen nach Artikel 4 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes (Bay KSG) ausrufen.

Situation in verschiedenen Orten hat sich verschärft

Bereits am späten Nachmittag hatte man alle  Städte und Gemeinden nach ihrer jeweiligen Situation befragt. „Der Katastrophenfall wurde ausgerufen, nachdem neben der Gemeinde Jachenau, die bereits seit Beginn der Woche im Fokus steht, nun auch insbesondere die Gemeinden Dietramszell, Icking, Geretsried, der Ortsteil Fall (Lenggries) und der Ortsteil Walchensee (Kochel am See) mit den Schneemassen kämpfen“, heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamts. Große Probleme gebe es jeweils mit den Zufahrtsstraßen als auch mit den Schneelasten auf den Dächern.

Hilfe der Bundeswehr kann angefordert werden

 „Die Gemeinden haben sehr intensiv und besonnen die Schneemassen bewältigt, wegen der anhalten Schneefälle und den damit einhergehenden Beeinträchtigungen wird aber jetzt zusätzliche Unterstützung benötigt“, beschreibt Landrat Josef Niedermaier die Gründe für die Ausrufung des Katastrophenfalls. „Die Katastrophenschutzbehörde koordiniert nun die Einsätze der Rettungs- und Einsatzkräfte sowie weiterer Dienststellen und kann gegebenenfalls auch noch einmal zusätzliche Hilfe zum Beispiel  von Seiten der Bundeswehr anfordern“.

Der Nachbarlandkreis Miesbach hatte bereits Anfang der Woche den Katastrophenfall ausgerufen. 

Lesen Sie auch: Schneemassen: Blomberg bleibt  gesperrt

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