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Der Königsdorfer Bürgermeister Anton Demmel trat vor einem Jahr der CSU bei. Nun fordert er Freie-Wähler-Landrat Josef Niedermaier heraus.

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Landratswahl 2020: Anton Demmel soll für CSU ins Rennen gehen

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    Andreas Steppan
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Anton Demmel soll 2020 für die CSU den Posten des Landrats zurückerobern. Das hat CSU-Kreisvorsitzender Martin Bachhuber soeben in einem Pressegespräch in Königsdorf bekannt gegeben.

Bad Tölz-Wolfratshausen - Spekulationen über eine mögliche Landrats-Kandidatur des Königsdorfer Bürgermeisters hatte es spätestens seit Januar 2018 gegeben, als er bei den Freien Wählern aus- und bei der CSU eintrat. Die Freie-Wähler-Fraktion im Kreistag hatte Demmel schon 2015 verlassen.

Damals lag er im Clinch mit dem Freie-Wähler-Landrat Josef Niedermaier über den richtigen Umgang mit der Verkeimung des Königsdorfer Trinkwassers. Und auch bei seinem Parteiwechsel vor einem Jahr übte Anton Demmel deutliche Kritik an der Kreispolitik unter Niedermaiers Führung: „Die Probleme werden immer mehr, die Lösungen immer weniger.“

Sollte er im März 2020 die Wahl gegen seinen Rivalen gewinnen, könnte Demmel beweisen, dass er es besser macht. Seine offizielle Nominierung soll in der Kreisvertreterversammlung am 23. Mai erfolgen. Als Devise für sein angestrebtes Amt gibt er aus, Probleme „lösen, nicht erklären“ zu wollen.

Bei der Bürgermeisterwahl in Königsdorf tritt Demmel somit nicht mehr an. 

Informieren in Königsdorf über den weiteren Fahrplan: Die Spitze der Kreis-CSU mit (v.li.) Martin Bachhuber, Sabine Lorenz, Michael Häsch, Johann Stöger und Anton Demmel.

Der Diplom-Finanzwirt wurde 2008 zum Nachfolger von Alfred Stangler als Königsdorfer Bürgermeister gewählt. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. 

Nun hofft er, das CSU-Ergebnis im Vergleich zur jüngsten Landratswahl 2014 deutlich zu steigern. Damals hatte die Partei die Geretsrieder Krankenschwester Sabine Lorenz als Herausforderin von Josef Niedermaier ins Rennen geschickt. Zuvor hatte der Lenggrieser Bürgermeister Werner Weindl seine bereits verkündete Kandidatur zurückgezogen. Sabine Lorenz holte 23,4 Prozent der Stimmen, Niedermaier errang bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, obwohl es mit Klaus Koch (Grüne) und Gabriele Skiba (SPD) noch zwei weitere Landrats-Kandidaten gab.

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