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Der neue Bewegungsparcours im Geretsrieder Stadtwald wurde zur Hälfte aus Mitteln des „Leader“-Programms finanziert. Einweihung ist am 29. Juli.

Im „Leader"-Topf ist noch reichlich Geld

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Bad Tölz-Wolfratshausen – Als „Erfolgsgeschichte für die Entwicklung ländlicher Regionen in Bayern“ bezeichnet das bayerische Landwirtschaftsministerium das Förderprogramm „Leader“ auf seiner Homepage. Bis zu 1,5 Millionen Euro aus diesem Zuschusstopf von EU und Freistaat könnten bis 2020 in den Landkreis fließen. Eine Zwischenbilanz zog die Leader-Aktionsgruppe in ihrer Jahresversammlung im Landratsamt.

Für die kommenden vier Jahre steht demnach noch reichlich Geld zur Verfügung. Wie Leader-Manager Andreas Wüstefeld berichtete, sind für die aktuelle Förderperiode (2014 bis 2020) bislang erst 13 Prozent der Mittel verplant. Was wenig erscheint, bereitet Wüstefeld kein Kopfzerbrechen. „Die Projekte müssen wachsen, und richtig anfangen konnten wir erst vor einem Jahr“, erklärt er. „Am meisten Zuschüsse werden erfahrungsgemäß in der Mitte und am Ende der Förderperiode ausgeschüttet.“

Für fünf Projekte sind bereits Zuschüsse ausbezahlt oder fest vorgesehen. Das größte davon ist die geplante Erinnerungsstätte Badehaus Wolfratshausen-Föhrenwald, das die Geschichte Waldrams darstellen soll. Das Projekt, das von einem Verein getragen wird, bekommt voraussichtlich etwa 92 500 Euro aus dem Leader-Programm. Mit knapp 70 000 Euro wurde ein Bewegungsparcours mit diversen Trainingsgeräten im Geretsrieder Stadtwald gefördert. Der Trimm-dich-Pfad wird am 29. Juli eingeweiht. Die landkreisübergreifende Fusion der Anbietergemeinschaften „Urlaub auf dem Bauernhof“ ist dem Leader-Programm rund 37 000 Euro wert. Zusätzlich gibt’s 12 500 Euro für eine Qualitätsoffensive des neuen Verbunds. Das fünfte Leader-Projekt ist eine Machbarkeitsstudie zum Thema Mountainbiken. Wie berichtet soll die Studie klären, ob für den Landkreis ein Mountainbike-Konzept sinnvoll und erwünscht wäre, etwa mit Ausweisung eines Wegenetzes. Hierfür fließen rund 15 000 Euro an Leader-Mitteln. Die Förderung macht immer rund die Hälfte der jeweiligen Projektkosten aus. Den Rest muss der Träger selbst aufbringen.

Insgesamt stehen bis 2020 für Vorhaben im Landkreis 1,1 Millionen Euro zur Verfügung, außerdem 400 000 Euro für regionsübergreifende Kooperationsprojekte. Die nächsten Anträge sind laut Wüstefeld in Vorbereitung. So will sich die Gemeinde Wackersberg bemühen, Fördermittel für die Konzeption ihres Mehrgenerationenhauses am Saumweg zu bekommen. Falls sich der Landkreis tatsächlich dazu entschließen sollte, ein Mountainbike-Konzept in Auftrag zu geben, könnte dies ebenfalls ein Kandidat für Leader-Förderung sein, so Wüstefeld. „Da könnten die Kosten im hohen sechsstelligen Bereich liegen.“

Die Leader-Aktionsgruppe (LAG), ein Verein aus Vertretern von Kommunen und verschiedenen bürgerschaftlichen Organisationen, wählte in seiner Sitzung einen neuen Vorstand für die kommenden drei Jahre. Er besteht aus Heilbrunns Bürgermeister Thomas Gründl (Vorsitzender), seinem Wackersberger Kollegen Alois Bauer (Stellvertreter), Erhard Gaigl (Kreisverband Genossenschaftsbanken; Schatzmeister), Gerald Ohlbaum (Energiewende Oberland; Schriftführer) sowie den Beisitzern Christine Oswald (Urlaub auf dem Bauernhof), Ursula Fiechtner (Kreisbäuerin), Maria Schwaiger (Vitalhöfe), Anton Ortlieb (Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen), Achim Rücker (Bund Naturschutz) und Walter Wintersberger (Landesbund für Vogelschutz).

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