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Marco Paulo mit einem Modell seines weißblauen Leuchtturms, der real knapp fünf Meter hoch werden soll. 

Stadtverwaltung lehnt Vorhaben ab

Leuchtturm wird mobil: Künstler Marco Paulo will Idee anders gestalten

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Die Stadtverwaltung Bad Tölz hat dem Vorhaben Marco Paulos, einen weißblauben Leuchtturm zu errichten, eine Abfuhr erteilt. Nun soll der Leuchtturm mobil werden.

Bad Tölz – Der weißblaue Leuchtturm, den Marco Paulo (Künstlername „Erdpate“) für Bad Tölz errichten will, wird in der Kurstadt keinen festen Standort bekommen. Die Stadtverwaltung habe das Vorhaben abgelehnt, berichtet Paulo auf Nachfrage (wir berichteten).

Paulo, der sich mit verschiedenen Projekten immer wieder für den Umweltschutz engagiert, will jedoch nicht aufgeben. Für seine Leuchtturm-Idee kann der gelernte Maler, Stukkateur und Raumausstatter nämlich 1200 Euro aus dem Kulturfonds des Landkreises abrufen. „Es geht doch überhaupt nicht darum, dass der Leuchtturm für alle Ewigkeit irgendwo stehen soll“, kritisiert er die ablehnende Haltung der Stadtverwaltung. Nun will der Tölzer einen knapp fünf Meter hohen mobilen Leuchtturm bauen, der in einzelne Elemente zerlegbar ist und transportiert werden kann. Damit, sagt Paulo, sei der Leuchtturm überall aufstellbar und auch die Idee, die dahinter stecke, im weiteren Kreis vermittelbar.

Ein Leuchtturm symbolisiere Orientierung, Ankommen und Navigation, sagt Paulo. „Ausgehend davon, will ich die Betrachter dazu anregen, sich in Bezug auf Umweltschutz neu zu orientieren, quasi ihr Leben neu zu navigieren“, sagt Paulo. Er ruft dazu auf, im Alltag zu sparen: Schon dann, wenn jeder einzelne ein Prozent einspare – etwa Energie, Verpackungsmüll, Benzin und Fleisch –, sei der Umwelt geholfen. „Es geht mir nicht darum, den Menschen etwas zu verbieten, sondern jeder sollte bewusst über seinen Konsum nachdenken“, sagt der Tölzer über seine Botschaft, die er am Leuchtturm anbringen will. „Immer nur Wachstum, das ist nicht möglich. Man sollte doch auch mal mit was zufrieden sein.“

Marco Paulo hat unter anderem das beliebte Labyrinth am Tölzer Rosengarten geschaffen und die „Brücke der Menschlichkeit“ auf dem Kunstwanderweg am Blomberg. Mit dem Banner „Rettet die Gletscher“ ging der Künstler im vergangenen Jahr zusammen mit Christian Lindenthaler von Bad Tölz aus zu Fuß auf die Zugspitze (wir berichteten).    

müh

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