The Heimatdamisch spielen zum zweiten Mal auf dem Festival.

Internationales Festival

Live beim „Woodstock“: „Ritterschlag“ für Tölzer Blasmusiker

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Das „Woodstock der Blasmusik“ ist seit sieben Jahren ein Mega-Event mit tausenden Zuschauern in Österreich – auch für viele Musikfreunde aus der Region. Heuer sind zwei Gruppen aus Bad Tölz mit dabei: Die „Blasensteiner“ und „The Heimatdamisch“.

Bad Tölz– 55 000 Besucher kamen allein 2017 nach Ort im Innkreis (Oberösterreich), um vier Tage lang dutzende Gruppen aus dem Blasmusik-Bereich zu hören. Dabei erklingt beileibe nicht nur Volksmusik. Sämtliche Stilrichtungen sind vertreten – es gibt Funk, Reggae, Hip-Hop, Ska, Jazz, Gipsy- und Balkanmusik oder Bands, die an LaBrassBanda erinnern. 2017 war sogar die Bigband der Schweizer Armee dabei. Heuer treten Ende Juni auch zwei Gruppen aus dem Tölzer Land dort auf: Die „Blasensteiner“ und „The Heimatdamisch“.

„Das ist ein Mega-Event, von dem ganze viele Besucher begeistert schwärmen“, sagt Florian Schallhammer von den „Blasensteinern“. Selbst war er noch nie dabei, kennt jedoch einige Musikerkollegen, die das Festival schon besucht haben. Der Zufall wollte es, dass die „Blasensteiner“ heuer dazu eingeladen wurden. Die sieben Musiker (Florian Schallhammer und Michael Lindmair aus Bad Tölz, Martin Schnitzer aus Gaißach, Michael Bichlmair aus Greiling, Marinus Wieser aus Bad Heilbrunn, Leonhard Schmid aus Königsdorf und Ferdinand Albrecht aus Sindelsdorf) spielen unter anderem Blechblas-Instrumente der Firma Meinl-Instrumentenbau aus Geretsried, die wiederum zum Konzern Buffet Crampon, dem Hauptsponsor des Festivals, gehört. Dessen Marketingleiter lebt in Bad Tölz und vermittelte den Auftritt.

Die Blasensteiner wollen im Anschluss an das Konzert noch campen.

106 Gruppen aus ganz Europa sind heuer beim „Woodstock der Blasmusik“ in Oberösterreich mit dabei. Für Florian Reins Formation „The Heimatdamisch“ ist es schon der zweite Aufritt dort – die international bekannte Band mit Conny Kreitmeier, Bastian Starflinger, Konrad Sepp, Dominik Glöbl, Alois Riesch, Leonhard Schwarz und Max Grasmüller war bereits vor drei Jahren dort zu sehen. „Es ist wirklich etwas Besonderes“, sagt auch Rein. Auf dem „Woodstock“ wolle so ziemlich jeder, der Blasmusik mache, spielen. „Dort auf der Bühne zu stehen, ist quasi ein Ritterschlag.“ Im Publikum seien zudem viele Musiker: „eine Zielgruppe, die man anderswo sonst nicht so schnell findet.“ Den Auftritt 2015 empfand selbst Rein als sehr erfahrener Musiker als „etwas völlig Neues: Die Stimmung ist so unglaublich positiv. Da gab’s noch nie einen Konflikt oder sonstigen Vorfall.“

Die Blasensteiner spielten auf dem Oktoberfest - auf Mallorca

Die „Blasensteiner“ sind schon sehr gespannt, was sie erwartet. Die siebenköpfige Gruppe, die teilweise aus Mitgliedern der Tölzer Stadtkapelle besteht, gibt es seit 2008. Rund 15 bis 20 Auftritte absolviert sie pro Jahr, unter anderem bei der Lenggrieser Festwoche, in der Tölzer Konzertreihe „Die Stadt mit der besonderen Note“, im Münchner Hofbräuhaus sowie bei Hochzeiten, Geburtstagen und Firmenfeiern. An einen Auftritt aber erinnern sich die Musiker besonders gerne – nämlich an das Gastspiel beim Oktoberfest auf Mallorca im Jahr 2011. „Das Bierzelt stand 100 Meter vom Meer entfernt. In der Spielpause haben wir die Lederhosen ausgezogen und sind ins Wasser gegangen“, erzählt Schallhammer.

Beim „Woodstock“ werden die beiden Gruppen aus Tölz gleich am Eröffnungstag, Donnerstag, 28. Juni spielen: Die „Blasensteiner“ von 13 bis 14 Uhr im „Leitner Stadl“, und „The Heimatdamisch“ am Abend um 21.30 Uhr eine Stunde im Zelt neben der Hauptbühne – „in der Party-Area“, erklärt Rein. Dort wollen sie eine Stunde „durchrocken“, während die „Blasensteiner“ nachmittags auf die gemütliche Variante setzen: Ein bisschen was im Stil von Ernst Mosch, von „Viererblech“ und einiges anderes.

Und wie es sich für ein „Woodstock“ auch gehört, gibt es drum herum große Camping- und Caravanflächen sowie vier „Hüttendörfer“ mit fix installierten Unterkünften. Während „The Heimatdamisch“ wegen anderer Konzertverpflichtungen am Freitag schon wieder abreisen muss, können sich die „Blasensteiner“ mehr Zeit gönnen: „Wir werden campen und auf jeden Fall ein paar Tage bleiben“, verspricht Schallhammer.

Weitere Infos

Das viertägige Programm im Detail ist im Internet auf www.woodstockderblasmusik.at nachzulesen. Das Festival geht vom 28. Juni bis zum 1. Juli. Termine für 2019 und 2020 stehen auch schon fest.

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