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Loisachgau-Trachtler zu Besuch im Vatikan 

Gänsehaut auf dem Petersplatz

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Kaiserwetter für die Bayern: Trachtler aus dem Loisachgau haben am Wochenende an der „Grande Parata“ zu Ehren der Patrona Bavariae in Rom teilgenommen. Alle sind überwältigt von den Eindrücken in der „Ewigen Stadt“.

Bad Tölz/Rom – „Es war anstrengend, aber die Reise bleibt unvergesslich.“ Andi Wachs erzählt voller Begeisterung von der Pilgerfahrt. „Auch wenn ich jetzt schon zum dritten Mal in Rom war, das war etwas ganz Besonderes“, sagt er. Er ist Mitglied beim Tölzer Trachtenverein Edelweiß und Schriftführer beim Loisachgau. Als die Anfrage für eine Teilnahme an der „Grande Parata“ kam, musste er nicht lange überlegen. „Bei dieser Wallfahrt zu Ehren der Patrona Bavariae fahre ich mit“, sagte sich Wachs.



Insgesamt 60 Trachtler aus den Loisachgau-Orten Antdorf, Bad Tölz, Baierbrunn, Hohenschäftlarn, Bichl, Harmating, Lenggries, Wolfratshausen und Neufahrn haben sich mit ihm zu der vom Festring München organisierten Fahrt angemeldet. Auch Vertreter des Isargauverbands, des Heimat- und Volkstrachtenvereins Tutzinger Gilde und die Goldfrauenhaubengruppe Prabachkirchen aus Österreich waren mit dabei. Blaskapellen und selbst der Spielmannszug aus Gelting sollten bei dem Großaufgebot an Besuchern nicht fehlen.

Zwei Höhepunkte in dem straffen Programm sorgten für Gänsehaut. Das war laut Wachs gleich am ersten Tag der Festgottesdienst im Petersdom, den Franz Xaver Brandmayer, Rektor der deutschen Nationalkirche S. Maria dell’ Anima, zelebrierte. „Wir sind dazu über den Petersplatz in den Dom einmarschiert“, berichtet Wachs. „Viele Zuschauer haben den Weg gesäumt und begeistert geklatscht.“ Der Einzug in den riesigen Petersdom sei überwältigend gewesen. Und erst recht die feierliche Messe am Kathedra-Altar unter der riesigen Kuppel „war beeindruckend.“ Anschließend haben die Pilger fröhlich gefeiert. „Es gab eine riesige Pasta-Party für alle Teilnehmer in einem großen Restaurant im Stadtteil Trastevere“, sagt Wachs. Bei diesem Festabend im Freien wurde fröhlich musiziert und auch der eine oder andere Schuhplattler getanzt.

Als zweiten Höhepunkt der Rom-Reise hat Wachs das Angelus-Gebet am Sonntag auf dem Petersplatz erlebt. „Nachdem Papst Franziskus die Besucher aus Bayern begrüßt hatte, haben wir die erste Strophe des Kirchenlieds ,Großer Gott wir loben dich‘ angestimmt.“ Da habe dem einen oder anderen schon mal kurz die Stimme versagt. „In der Ewigen Stadt kann keiner seine Gefühle zurückhalten.“

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