News-Ticker: Terror in Barcelona - Fahrer soll erst 17 gewesen sein

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Trio steht vor dem Jugendrichter

Marihuana auf der Mittelkonsole

Drei junge Kiffer aus Bad Tölz und Dietramszell mussten sich jetzt in Wolfratshausen vor dem Jugendrichter verantworten.

Bad Tölz/WolfratshausenAls der Fahrer eines Audi A 3 das Fenster öffnet, strömt den Polizisten ein unverkennbarer, leicht süßlicher Geruch entgegen. Wenig später finden die Beamten ihren Verdacht bestätigt: Auf der Mittelkonsole des Pkws liegen mehrere Tütchen mit Marihuana, zusammen etwa 20 Gramm. Die drei jungen Insassen aus Tölz und Dietramszell hatten das Rauschgift gerade erst bei einem Dealer in Holzkirchen abgeholt, als sie am Ortsausgang in eine Polizeikontrolle gerieten. 

Nun musste sich das Trio wegen unerlaubtem Erwerb von Betäubungsmitteln vor dem Jugendrichter am Amtsgericht Wolfratshausen verantworten. Wie schon bei ihrer Festnahme am 1. März vorigen Jahres, räumten die Angeklagten im Alter zwischen 19 und 21 Jahren die Vorwürfe ein. Sie gaben ebenfalls zu, eine solche Besorgungsfahrt nicht zum ersten Mal unternommen zu haben. „Wir haben uns das zusammen überlegt, jeder hat sein Geld dazugetan“, erklärte ein Azubi aus Dietramszell (21), der den Dealer selbst nicht gekannt haben will. Den Kontakt hielt ein ebenfalls 21 Jahre alter angehender Krankenpfleger aus Bad Tölz.

In der Verhandlung gab sich das Trio geläutert und einsichtig. „Ich habe eine Art Watschen bekommen, zum Aufwachen“, bekannte der Krankenpfleger. Er habe aus Fehlern gelernt, beteuerte der Dietramszeller . „Drogen sind kein Mittel, um Probleme zu lösen.“ Der dritte und jüngste im Bunde, ein 19-jähriger Tölzer, dem die Jugendgerichtshelferin „schwierige Lebensumstände“ bescheinigte, war „einfach nur froh, dass ich bei meiner Mutter neu anfangen kann“. Er beginnt demnächst in Norddeutschland eine Ausbildung zum Industriekaufmann.

Das Gericht legte bei den Urteilen zwei Fälle des unerlaubten Erwerbs zugrunde. Die Strafen beziehungsweise erzieherischen Maßnahmen, fielen entsprechend den Einkommensverhältnissen unterschiedlich aus. Der 19-Jährige muss 40 Stunden Sozialdienst ableisten. Die zwei 21-Jährigen wurden zu Geldauflagen in Höhe von 300 sowie 450 Euro, zahlbar an die Caritas Suchtberatung, verurteilt. Alle drei erhielten zudem ein Drogenverbot bis zum 31. Dezember dieses Jahres.  rst

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