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Wo jetzt auf dem Park & Ride-Platz der Stadt Autos stehen, sollen künftig nahe an Gleis 2 ein Schalter- und ein WC-Container aufgestellt werden.  

Maroder Tölzer Bahnhof

Fahrkarten gibt’s bald auf dem Parkplatz

Der marode Tölzer Bahnhof gibt immer wieder Anlass zur Kritik. Nun muss der Fahrkartenverkauf auf den Parkplatz verlagert werden, weil die Verhältnisse für die BOB-Mitarbeiter unzumutbar sind. 

Bad Tölz– Der Tölzer Bahnhof, der sich in Privatbesitz befindet, ist nicht gerade die Visitenkarte des Ortes. Die Stadt zieht die Konsequenzen aus den aus ihrer Sicht völlig unbefriedigenden Verhältnissen in und um das Gebäude. In enger Abstimmung mit der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) werden der Fahrkartenschalter und das WC aus dem Gebäudeinneren nach draußen in Richtung Park&Ride-Platz der Stadt verlagert. Dort wird die Stadt einen Schalter- sowie einen WC-Container aufstellen und an die BOB untervermieten. Kosten für die Investition: rund 10 000 Euro.

Für die Fahrgäste in Richtung München sei das ganz nahe an ihrem Gleis 2, argumentierte Bürgermeister Josef Janker und sprach von einem ansonsten „untragbaren Zustand“. Er habe regelmäßig mit dem Bahnhofsbesitzer (Tektogrund/Erwin Fritz) Kontakt aufgenommen, um eine Verbesserung zu erzielen oder den Bahnhof zu kaufen und höre seit Jahren immer nur, es werde demnächst saniert. „Das passiert aber nie.“ Ähnliche Probleme mit Immobilienbesitzern habe man gleich mehrere, spielte Janker auf das brachliegende Häringer-Grundstück (Haus Bruckfeld) oder das Postareal an.

Dass am Tölzer Bahnhof Handlungsbedarf besteht, bestätigte Kurdirektorin Brita Hohenreiter. Die BOB habe zeitweise den Schalter schließen müssen, weil die Heizung nicht funktioniert habe. Das habe zu arbeitsrechtlichen Problemen geführt. Auch gebe es Wasserschäden, sagte Janker.

Willi Streicher (SPD) begrüßte das Vorgehen. Mit diesem Bahnhof „blamiert sich die Stadt ja bis auf die Knochen“. In Lenggries könne man wunderbar sehen, was man aus einem Bahnhof machen könne. Auch dort ist das Gebäude übrigens in Privatbesitz.

Die Container sollen nach den Worten von Liegenschaftsleiterin Bettina Faßbender „so schnell wie möglich in Betrieb gehen“. Das Anmieten ist nicht das Problem, allerdings sind Grabungsarbeiten für die WC-Anschlüsse witterungsabhängig. Die Entscheidung fiel einstimmig.  cs

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