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Beliebtes Ausflugsziel bei Touristen ist der Walchensee.

Tourismuszahlen im Landkreis

Mehr Gäste, weniger Übernachtungen

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Bad Tölz-Wolfratshausen - Der Landkreis ist bei Touristen beliebt – auch die jüngsten Anschläge haben sich nicht negativ auf die Besuchszahlen ausgewirkt. In den vergangenen Jahren hat sich allerdings die Art der Aufenthalte verändert.

Urlaub in den Bergen, an Seen, an der Isar – sportliche Aktivitäten, Kultur und Tradition, Sehenswürdigkeiten: Der Landkreis bietet einiges für Touristen. Die Übernachtungszahlen sind hoch (siehe Kasten).

Das hat sich auch nach den Terror-Anschlägen von Ansbach und Würzburg sowie dem Amoklauf in München nicht geändert – trotz einiger Meldungen, ausländische Touristen würden Deutschland meiden. „Wir spüren das nicht“, sagt Susanne Frey-Allgaier, stellvertretende Kurdirektorin in Bad Tölz, „bei uns ist der Anteil an ausländischen Gästen aber auch nicht so hoch.“ Ihr seien keine Stornierungen bekannt. Es sei eher das Gegenteil der Fall, wenngleich genaue Zahlen für den August noch nicht vorliegen. „Wir sind heuer gut besucht.“ Aufgrund der unsicheren internationalen Lage würden viele Deutsche lieber im eigenen Land verreisen.

Der Kochler Bürgermeister Thomas Holz vermeldet volle Gästehäuser – vor allem Ferienwohnungen für vier Personen – an den Wochenenden. Allerdings würden Gäste heutzutage eher kurzfristig buchen. „Vor fünf Jahren hatten Vermietungsbetriebe den Großteil der Buchungen für die Monate Juli und August schon im Januar. Heute haben teilweise Betriebe im Mai nur wenige Buchungen für die Hauptferienzeit sicher.“ Auch Manuel Huber, Leiter der Abteilung Tourismus in Kochel, sagt, dass immer weniger Touristen lange im Voraus buchen. Für die Betriebe bedeute das laut Holz eine geringere Planungssicherheit. „Außerdem ist eine höhere Flexibilität und Professionalität der Vermieter gefragt, weil schneller auf Anfragen reagiert werden muss.“

„Touristen planen ihre Reise wenige Tage vor Ankunft, je nachdem, wie das Wetter wird“, sagt die Tölzer Kurdirektorin Brita Hohenreiter. Daher sei es wichtig, wetterunabhängige Alternativen zu finden. „Der Umbau des ,Kristall Trimini‘ ist von hoher touristischer Bedeutung für die Gemeinde, aber auch für die ganze Region“, sagt Holz. „Einen Regentag bringen die Leute leicht rum, schwierig wird es, wenn es sich einregnet“, sagt Frey-Allgaier. Stammgäste lassen sich vom Wetter kaum beeinflussen. „Sie sind meistens in gesetzterem Alter und setzen mehr auf Ruhe und Erholung als auf sportliche Aktivitäten im Freien“, sagt Holz. Touristen, die wiederholt das Tölzer Land besuchen, bleiben laut Holz in der Regel auch länger. „Es gilt: Je kürzer der Aufenthalt, desto entscheidender ist das Wetter.“

Die Tendenz der letzten Jahre: Es kommen mehr Touristen, die aber weniger lange bleiben. Deutlich wird das an folgenden Zahlen: 1985 blieben die Gäste bei 45 000 Ankünften durchschnittlich knapp sechs Tage in Kochel, 2015 waren es knapp vier Tage bei 61 000 Ankünften.

„In Bad Tölz gab es vergangenes Jahr etwa 80 000 Ankünfte mit 350 000 Übernachtungen“, sagt Hohenreiter. Im Schnitt blieben die Touristen in Tölz also ein kleines bisschen länger als in Kochel.

Auch andere Faktoren spielen in diese Statistik mit rein. „Die Baumaschinenmesse, die alle drei Jahre in München stattfindet, sorgt in Bad Tölz für ein deutliches Wachstum der Übernachtungen“, nennt Hohenreiter als Beispiel.

Während der „Bauma“ ist der Anteil der ausländischen Besucher ausnahmsweise etwas höher. Ansonsten liegt er in Tölz und Kochel bei etwa acht bis zehn Prozent. Die meisten Nicht-Deutschen Touristen kommen aus Österreich, der Schweiz und Italien.

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