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Immer mehr Menschen sind mit E-Bikes unterwegs, leider tragen dabei nicht alle einen Helm.

Polizei-Statistik

Mehr Unfälle von Senioren auf E-Bikes

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Die Hauptrisikogruppe auf den Straßen sind radfahrende Senioren. Das sagte Martin Irrgang kürzlich beim Sicherheitsgespräch im Landratsamt.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Im südlichen Oberbayern sind immer mehr Menschen auf E-Bikes und Pedelecs unterwegs. Dadurch seien auch die Unfälle mit diesen Zweirädern gestiegen. „Das war zu erwarten.“ Problematisch: Bei allen Rad-Unfällen mit schwer verletzten oder gar getöteten Senioren im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd trugen die Opfer keinen Schutzhelm.

Insgesamt gab es, wie berichtet, eine leichte Zunahme an Verkehrsunfällen mit Personenschäden. Aber es gibt auch eine positive Entwicklung, wie Irrgang sagte. Bei jungen Leuten seien die Fälle von Alkohol am Steuer rückläufig. „Scheinbar werden sie vernünftiger.“ Es sei ein Zeichen, dass die Präventionskampagnen und die vielen Kontrollen wirken. Auch bei den Unfällen mit überhöhter Geschwindigkeit gab es einen Rückgang. „Das ist unser Haupttätigkeitsfeld. Die Entwicklung geht in die richtige Richtung“, so Irrgang.

Erfreulich sei zudem, dass es einen deutlichen Rückgang bei den Schulwegunfällen gab. 2015 waren es noch 13, im vergangenen Jahr nur noch acht.

Bei den Fußgängern, die in Unfälle verwickelt waren, gab es mehr Verletzte, aber keine Toten, bei den jungen Fahrern von 18 bis 24 Jahren stieg die Zahl der Toten und Verletzten deutlich an. „Die Hauptrisikogruppe sind aber die radfahrenden Senioren ohne Helm auf E-Bikes“, verdeutlichte Irrgang noch einmal.

Licht und Schatten gab es bei den Motorradunfällen. „Im Jahr 2015 gab es weniger Verletzte, aber dafür vier Tote.“ Im Fokus der Polizei steht hier weiterhin der Kesselberg. Denn während sich das Sudelfeld zum Positiven entwickelt habe, bleibt die Zahl der Unfälle am Kesselberg auf dem Niveau der Vorjahre. „Immer wieder werde ich angesprochen, dass ja nicht immer die Motorradfahrer an Unfällen schuld seien“, sagte Irrgang. „Das ist bayernweit richtig, dort sind nur etwa die Hälfte der Motorradunfälle selbst verschuldet.“ Für den Kesselberg gebe es aber eine andere Statistik: „Von den 24 Unfällen mit Motorrädern 2016 am Kesselberg waren alle selbst verschuldet.“ Wie sich langfristig die Maßnahmen Mittelleitschwellen oder Rüttelstreifen auswirken, werde sich erst nach einem längeren Zeitraum zeigen.

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