+
Vor der Tourist-Info soll es rund gehen: Ein Minikreisel soll den Verkehr ordnen und Fußgänger schützen.

Bauausschuss

Minikreisel vor der Tourist-Info

Bad Tölz - Er ist schon lange ein „Herzenswunsch“ der Tölzer Stadträte. Jetzt soll er verwirklicht werden: Ein Mini-Kreisel am Max-Höfler-Platz vor der Tourist-Info. Autofahrer werden so gebremst und vor allem Fußgänger besser geschützt.

Eigentlich stand ja die Kreuzung Hindenburgstraße/Nockhergasse ganz oben auf der Prioritätenliste des jüngst verabschiedeten Tölzer Verkehrsentwicklungsplans (VEP). Dennoch hat die Verwaltung nun den Kreisverkehr am Eingang des Badeteils als erstes Projekt zur Umsetzung empfohlen. Man denkt immerhin schon seit 2002 darüber nach, wie Bauamtsleiter Christian Fürstberger gestern im Bauausschuss erläuterte. Die Gründe dafür sind vielfältig: Es wird zu schnell gefahren, für Fußgänger ist das Überqueren der Kreuzung in etwa in Richtung Parks nicht gerade komfortabel. Der kleine Platz mit Bullenbrunnen besitzt keine große Aufenthaltsqualität. Auch ist die Parksituation vor der Tourist-Info nicht gerade befriedigend.

Die Experten, die am VEP arbeiteten, schlugen mehrere Lösungen vor. Zum Beispiel ein „Verschwenken“ der Ludwigstraße zwischen Apotheke und Bullenbrunnen zur Schützenstraße. Christof Botzenhart (CSU) gefiel das gar nicht schlecht. So könne ein großer ruhiger Platz geschaffen werden. Die Nachteile überwiegen aber. Es käme, wie Florian Rein (FWG) und Jürgen Renner (SPD) anmerkten, vor allem zur Stoßzeit zu größeren Rückstaus in der Ludwig- und Schützenstraße.

Ein 35-Meter-Kreisverkehr mit Mittelinsel samt Bullenbrunnen würde zwar alle Verkehrsprobleme lösen, wäre aber teuer und ein echtes „Monstrum“, wie Fürstberger sagte. Zudem müssten die geschützten Schwarzkiefern auf dem Platz dran glauben.

Die kleinere Kreisel-Variante mit 20 bis 22 Metern Durchmesser tut es seiner Meinung nach auch. Er wäre etwas größer als am Amortplatz, wäre wegen der Busse überfahrbar und besäße an allen vier Straßenästen Fußgängerüberquerungen. Zusatzidee im Bauamt: Den Kreisel in Richtung jetziger Bullenbrunnen verschieben und so vor der Tourist-Info einen Vorplatz schaffen. Dort könnte dann zum Beispiel künftig der Bullenbrunnen stehen und zusätzliche Stellplätze sowie ein kleiner öffentlicher Veranstaltungsraum geschaffen werden. Die Kosten der ganzen Maßnahme schätzt Fürstberger im „unteren sechsstelligen Bereich“.

Alle Räte stimmten zu. Ein Ingenieurbüro soll nun eine exakte Planung und Kostenschätzung erarbeiten.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Geburtshilfe-Partnerschaft? Starnberg „ist ernsthaft interessiert“
Um die Geburtshilfe an der Wolfratshauser Kreisklinik dauerhaft zu sichern, ist ein starker Partner notwendig. Nun scheint einer in Aussicht zu sein.
Geburtshilfe-Partnerschaft? Starnberg „ist ernsthaft interessiert“
Hans Söllner in Tölz: Weltfrieden und ein Jahr ohne Hendl
Der Liedermacher Hans Söllner war in Bad Tölz und hatte einiges zu sagen. Und er hatte eine einfache, klare Botschaft.
Hans Söllner in Tölz: Weltfrieden und ein Jahr ohne Hendl
Termine des Tages: Das steht an am Donnerstag
Termine des Tages: Das steht an am Donnerstag
Gemeinderat Benediktbeuern sagt einstimmig Ja zum geplanten Fraunhofer-Tagungshaus
Gemeinderat Benediktbeuern sagt einstimmig Ja zum geplanten Fraunhofer-Tagungshaus

Kommentare