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Dankte den Rettungskräften: Ministerpräsident Markus Söder (re.) in Wolfratshausen im Gespräch mit Einsatzkräften.

Markus Söder zu Gast im Landkreis 

Ministerpräsident dankt allen Einsatzkräften

Bei seinem Besuch im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen zeigte sich Ministerpräsident Markus Söder „beeindruckt von der guten Zusammenarbeit von haupt- und ehrenamtlichen Helfern.

Bad Tölz-Wolfratshausen – „Achtung, jetzt schaufeln! Der Ministerpräsident kommt!“ Einen medienwirksamen Besuch stattete Markus Söder am Samstag wegen des Katastrophenfalls im Landkreis der Straßenmeisterei in Wolfratshausen ab. Dort standen Mitglieder der Feuerwehr Weidach, der Bergwacht, des Bundeswehr-Zugs aus Mittenwald und der alpinen Einsatzgruppe der Polizei auf dem Dach des Betriebsgebäudes und schaufelten fleißig den Schnee hinunter. Das Räumen auf Kommando sollte dem Landesvater die gute Verzahnung sämtlicher Rettungsorganisationen vor Augen führen.

Stellten sich am Vormittag den Fragen der Medienvertreter (v. re.): Verkehrsminister Hans Reichhart, Ministerpräsident Markus Söder, Landrat Josef Niedermaier, Kreisbrandrat Alfred Schmeide und Maria Els, Regierungspräsidentin von Oberbayern. 

Im warmen Aufenthaltsraum wurden anschließend Hände geschüttelt. Ministerpräsident Söder lobte alle Frauen und Männer, die seit Tagen im Dauereinsatz sind, und dankte ihnen für ihr Engagement. Der Freistaat habe 500 Polizisten zusätzlich zu den 5000 Helfern nach Südbayern geschickt. „Ich bin beeindruckt von der guten Zusammenarbeit Haupt- und Ehrenamtlicher“, sagte Söder.

Kein Anlass zur Panik

Zuvor hatten der Ministerpräsident, Verkehrsminister Hans Reichhart und Regierungspräsidentin Maria Els zusammen mit Landrat Josef Niedermaier und Kreisbrandrat Alfred Schmeide den zahlreichen Medienvertretern und Kamerateams im Landratsamt Rede und Antwort gestanden. Die Lage sei ernst, „aber es gibt keinen Anlass zur Panik“, sagte Söder. Er sicherte auch noch weitere Hilfe zu, sollte diese vonnöten sein: „Dies ist eine gesamtbayerische Herausforderung. Ganz Bayern steht hier in der Solidarität.“ Söder dankte allen Rettungskräften, es werde „volle Pulle“ gearbeitet.

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Landrat Niedermaier erklärte auf Nachfrage noch einmal, warum er sich dazu entschlossen habe, Donnerstagnacht den Katastrophenfall auszurufen. „Es ist eher ein verfahrenstechnisches Thema.“ Hunderte Menschen seien im Landkreis im Einsatz. „Das muss koordiniert werden.“ Im K-Fall gebe es zudem die Möglichkeit, überregional Hilfskräfte anzufordern und die Chance, dass die Kosten nicht an den Gemeinden oder dem Kreis hängen bleiben, „sondern die große Solidargemeinschaft die Kosten trägt“.

Noch mehr auf Prävention setzen

Für den Landrat ist es nach dem Feuer am Falkenberg 2011 und dem Brand am Graseck/Jochberg Neujahr 2017 der dritte Katastrophenfall in seiner elfjährigen Amtszeit. Durch das Ausrufen des K-Falls und den schnellen Einsatz so vieler Kräfte „wird viel Schlimmeres häufig verhindert“, ergänzte Söder.

Durch den Klimawandel werde man sich auf Ereignisse wie Starkregen oder Schneechaos häufiger einstellen müssen. Die Herausforderung sei dabei „die Kurzfristigkeit der Ereignisse, das stellt uns alle vor große Probleme“. Deshalb sei es wichtig, noch mehr auf Präventionsmaßnahmen zu setzen, um gerüstet zu sein.  tal/va/kb

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