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Sitzmöbel aus Europaletten fertigten die Teilnehmer des Projekts „Mein Leben. Meine Palette“. Hier unterstützt Marcel Jabusch von ReAL Isarwinkel (li.) die Jugendlichen (v. li.) Martin, Til und Tim vom Sonderpädagogischen Förderzentrum.

Jugendprojekt

Möbel aus Euro-Paletten für die Inklusion

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„Mein Leben. Meine Palette“ - an diesem Inklusionsprojekt haben sich jetzt Jugendliche mit und ohne Behinderung in Bad Tölz beteiligt.

Bad Tölz – Betten, Sofas, Tische, Regale: Möbel aus Europaletten sind im Trend, der Internethandel spuckt die wildesten Kreationen aus. Hunderte Euro kann man für einzelne Stücke ausgeben. Oder man macht sie einfach selbst: So wie die Jugendlichen, die sich am Inklusionsprojekt „Mein Leben. Meine Palette“ beteiligten – eine Kooperation der Jugendreha und der Therapeutischen Jugendwohngruppe von ReAL Isarwinkel, dem Sonderpädogagischen Förderzentrum und der Tölzer Jugendförderung. Kinder und Jugendliche mit und ohne körperliche und geistige Behinderungen kamen so zuletzt miteinander in Kontakt – und zwar in den Isarwinkler Werkstätten des Einrichtungsverbunds ReAL.

Die Heranwachsenden haben sich auf gemütliche – oder jugendsprachlich „chillige“ – Sitzmöbel spezialisiert und an zwei Nachmittagen rund 50 Europaletten verarbeitet. Die Lounge-Möbel finden nun dort Platz, wo sich die Jugendlichen selbst oft aufhalten – im Tölzer Jugendcafé und im Förderzentrum.

„Der Name ,Mein Leben. Meine Palette‘ steht für die Vielfalt, die die Gesellschaft jedem Kind und Jugendlichen mit und ohne Einschränkungen bereitstellen sollte“, heißt es in einer Pressemitteilung zum Inklusionsprojekt. Es soll Kreativität und Eigenverantwortung fördern, aber auch Möglichkeiten für die berufliche Zukunft aufzeigen. Die Rahmenbedingungen orientieren sich an den zehn Forderungen für Inklusion des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, die für ein gesamtgesellschaftliches Engagement plädieren. Die Idee dazu entstand, nachdem die Luise-Kiesselbach-Stiftung den „Preis für Inklusion 2018“ ausgeschrieben hatte. Die Projektpartner haben sich mit ihren kreativen Sitzmöbeln dafür beworben. 

Lesen Sie auch: Landkreis denkt über Aktionsplan für Menschen mit Behinderung nach

Und: Der Lenggrieser Markus Ertl ist Inklusions-Botschafter.

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