Noch bis mindestens Ende September sind Mücken unterwegs.
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Noch bis mindestens Ende September sind Mücken unterwegs.

Tipps gegen Stiche

Mückenalarm: Eine halbe Zwiebel gegen den Juckreiz

Egal ob am See oder im eigenen Garten – überall scheinen im Moment die Mücken nur darauf zu warten, unser Blut zu trinken. Aber was hilft am besten, wenn man gestochen wurde?

Bad Tölz-Wolfratshausen - Ganz gleich wie unangenehm es ist oder wie sehr es juckt. „Bei einem Mückenstich sollte man „auf keinen Fall kratzen. Der Stich könnte sich dann entzünden“, warnt Ärztin Claudia Gudelius aus der Jachenau. Gegen den quälenden Juckreiz würden nicht nur Arzneien aus der Apotheke helfen, auch einige Hausmittel versprechen Linderung. Gudelius empfiehlt beispielsweise, eine halbierte Zwiebel auf den Mückenstich zu legen. Effektiv sei auch Aloe-Vera-Gel.

Hitzestift kann Beschwerden lindern

Ein neuerer Trend setzt hingegen auf eine Behandlung des Stichs durch kurz einwirkende Wärme. Dazu wird eine Art Hitzestift verwendet, der auf den Stich gepresst wird. „Das im Mückengift enthaltene Eiweiß wird durch die Wärme denaturiert und somit inaktiviert“, erläutert die Lenggrieser Apothekerin Eva Löhle. Sie rät, in der freien Natur auf ein Mückenabwehrspray zurückzugreifen. Es wird direkt auf die Haut aufgetragen und verhindert, dass die Blutsauger zustechen. Anziehend auf die Tiere wirke laut der Apothekerin der Körper- beziehungsweise vornehmlich der Schweißgeruch.

Der mit dem Mückenstich einhergehende Juckreiz wird durch den Speichel des Insekts verursacht, der in die Wunde injiziert wird, erklärt Gudelius. Das Immunsystem reagiert auf diese „blutgerinnungshemmende Substanz“ und versucht, den Fremdstoff zu bekämpfen. Bei der Insektenabwehr habe sich laut der Ärztin ein Mückengitter vor den Fenstern bewährt. So sperre man die kleinen Biester erfolgreich aus dem Schlafzimmer aus. 24hamburg.de* berichtet außerdem über ein Pflanze, die gegen Mücken helfen soll.

„Stehende Gewässer" im Garten abdecken oder regelmäßig entleeren

Keinesfalls sollte man mit Insektenspray gegen die Stechmücken vorgehen, warnt Dr. Sigrid Bender, Tierärztin und Vorstandsmitglied der Kreisgruppe des Bund Naturschutz. Großflächiges Versprühen im Garten treffe nämlich „nicht selektiv die Mücken, sondern auch andere Insekten“. Effektiver sei es, die Mücken an der Vermehrung zu hindern. Die Tiere legen ihre Eier in „stehende Gewässer“ ab. Schon eine gefüllte Gießkanne oder eine offene Regentonne kann somit zur Brutstätte werden. Präventiv sollten derartige Wasserreservoirs regelmäßig geleert oder abgedeckt werden, lautet die Empfehlung Benders.

Als Naturschützerin kann sie den stechenden Insekten übrigens auch etwas Positives abgewinnen: „Sie sind eine wichtige Nahrungsgrundlage, vor allem für Schwalben oder Fledermäuse.“ Einige Arten kommen sogar als Bestäuber in Frage. Die Witterungsbedingungen stuft Bender aufgrund des feuchten, warmen Wetters als „gut“ für die Mücken ein. Noch bis mindestens Ende September werde man mit den Moskitos leben müssen. „Erst, wenn die Nächte zu kalt werden, ist es endgültig vorbei“, prognostiziert die Naturschützerin. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA (Franziska Selter)

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