+
Ein anspruchsvolles Programm hatten die Sänger und Instrumentalisten unter der Leitung von Christl Frei fürs Jubiläumskonzert einstudiert. 

Konzert zum 30-jährigen Bestehen 

Mühlfeldchor zeigt zum Jubiläum seine Vielseitigkeit

Vor 30 Jahren wurde auf private Initiative hin der Mühlfeldchor gegründet. Jetzt wurde das Jubiläum gefeiert.

Bad Tölz – Mit Spenden aus der Bürgerschaft wurde einst auf dem Mühlfeld ein Gotteshaus errichtet. Heute beherrscht die markante Silhouette der Mühlfeldkirche ein Tölzer Stadtviertel, das ein ausgeprägtes Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt hat. Vor genau 30 Jahren wurde dort auf die private Initiative von Christl Frei hin der Mühlfeldchor gegründet, der sich mittlerweile als profilierte dritte Kraft neben den beiden Tölzer Kantoreien etabliert hat. Beim festlichen Jubiläumskonzert „Laudate Jubilate“ stellten die Musiker nun ihr Selbstbewusstsein und ihre beeindruckende Vielseitigkeit zur Schau.

Der Mühlfeldchor leistet weit mehr, als nur das liturgische Kirchenjahr musikalisch zu umrahmen. In bester kirchenmusikalischer Tradition verfügt Chorleiterin Christl Frei darüber hinaus auch über den Enthusiasmus, anspruchsvolle Konzertprogramme einzustudieren. Mit ihr ziehen dabei zahlreiche talentierte und begeisterungsfähige einheimische Sänger, Instrumentalisten und Solisten an einem Strang. Das zeigte sich auch beim Jubiläumskonzert, in dem ein Dutzend sehr unterschiedlicher Werke von Händel, Mozart, Beethoven, Gounod und weniger bekannten Komponisten auf dem Programm stand.

Die Mitwirkenden schlugen dabei auch Brücken zur weltlichen Musik, etwa mit dem Adagio aus Mozarts berühmtem Klarinettenkonzert, dessen berückende Schönheit das Werk in die Nähe des Göttlichen erhebt. Den Solopart gestaltete hier Landrat Josef Niedermaier.

Die gleiche namentliche Hervorhebung hätten sich die übrigen 50 Mitwirkenden aus allen Altersgruppen verdient: die Akteure des – wie die meisten Chöre – nicht in allen Stimmlagen gleich stark besetzten, textverständlichen und wohlklingenden Chors; die Streicher, Holz- und Blechbläser des flüssig und homogen musizierenden Orchesters und des jungen Quartetts „Summa cum Gaudae“; und die beiden stimmschönen Gesangssolistinnen. Gemeinsam boten sie ein eindringliches Konzerterlebnis. Mit unauffälligen, aber eindeutigen Schlagfiguren und ihrer künstlerischen Kompetenz gab Christl Frei dabei den Takt vor.

Wohl einem Gemeinwesen, das in seiner Mitte so viele kulturell engagierte Menschen weiß. Der Dank des Publikums dafür war spürbar. Am Schluss konnten Christl Frei am Dirigentenpult und alle ihre Mitstreiter viele persönliche Glückwünsche und ein herzliches Vergelt‘s Gott von Stadtpfarrer Peter Demmelmair entgegennehmen. (Rainer Bannier)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Infoabend über den Wolf: „Wollen Debatte versachlichen“
Der Wolf steht im Mittelpunkt eines Infoabends, zu dem der Tölzer Kreisjagdverband am Montag, 27. November, einlädt.
Infoabend über den Wolf: „Wollen Debatte versachlichen“
Das wird schön am Wochenende: Unsere Veranstaltungstipps
Das wird schön am Wochenende: Unsere Veranstaltungstipps
Eberl übernimmt Eberl
Das Hotel Eberl gilt als einer der Vorzeigebetriebe, wenn es in Tölz um Gesundheitstourismus geht. Nach langem Hin und Her ist die Zukunft des Hauses gesichert. Georg …
Eberl übernimmt Eberl

Kommentare