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Dass die Gitterboxen für den Verpackungsmüll abgebaut wurden, hindert einige Zeitgenossen nicht daran, ihren Abfall trotzdem an genau derselben Stelle zu deponieren, wie hier am Tölzer Bahnhof.

Standorte der ehemaligen Wertstofinseln

Müllcontainer weg - Abfall wird einfach auf dem Boden abgestellt

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Die Müllbehälter an den Wertoffinseln sind abgebaut. Das hindert einige Menschen aber nicht daran, dort unbeirrt weiter ihren Müll abzulagern - mangels Gittercontainern dann eben ganz einfach auf dem Boden - nach dem Motto: „Irgendwer wird‘s schon wegräumen.“ 

Bad Tölz-Wolfratshausen – „Eine Katastrophe“: So beschreibt Reiner Späth, Geschäftsleiter der Wertstoffgewinnungs- und Vermarktungsgesellschaft (WGV) Quarzbichl, den derzeitigen Zustand an den meisten ehemaligen Wertstoffinseln im Landkreis. Mitarbeiter der WGV und der Bauhöfe sind derzeit damit beschäftigt, das Chaos in den Griff zu bekommen und die illegal deponierten Abfälle zu entsorgen. Denn obwohl die Wertoffinseln abgebaut wurden, weil Verpackungsmüll jetzt in die Gelbe Tonne gehört, deponieren auf den entsprechenden Flächen weiterhin einige Zeitgenossen ihren Abfall. 

Besonders schlimm ist die Lage an einigen ehemaligen Tölzer Standorten. Nahe der Südschule stapelten sich am Mittwoch die Säcke. Dazwischen Sperrmüll, wie beispielsweise ein alter Sonnenschirm. Ziemlich vermüllt war am Donnerstag auch der Platz am Bahnhof. Dort lagen ebenfalls Säcke voller Wertstoffe, dazwischen Kanister und anderer Unrat.

Birte Otterbach, Pressesprecherin der Stadt, weiß um das Problem. Immer wieder komme es an den alten Standorten zu diesen unschönen Müllablagerungen. „Für eine bestimmte Übergangszeit haben die WGV und die Stadt vereinbart, gemeinsam diese Flächen zu säubern. Zudem darf die Stadt derzeit diesen Müll kostenfrei bei der WGV anliefern“, erklärt sie. Für dieses unbürokratische Vorgehen sei die Stadt sehr dankbar. Die Mitarbeiter des Betriebshofs hätten am Mittwoch und Donnerstag noch einmal alle ehemaligen Standorte von Wertstoffinseln aufgeräumt. „Nachdem zurzeit kein Winterdienst anfällt, haben die Mitarbeiter zum Glück dadurch keine Doppelbelastung“, so Otterbach.

Sie hofft, dass die Erkenntnis, dass die Wertstoffe in die Gelbe Tonne gehören, bald alle Bürger erreicht hat. „Ansonsten bleibt uns nur, an die Vernunft der Menschen zu appellieren, ihre Stadt sauber zu halten. Und wir werden weiterhin aufklären, aufklären, aufklären.“

Etwas weniger Probleme gab es in Lenggries. Vier Wertstoffinseln existierten dort vormals. „Negative Erfahrungen haben wir nur mit dem ehemaligen Standort am Penny gemacht“, sagt Bürgermeister Werner Weindl. Dort habe einiger Müll abgefahren werden müssen. „Wir werden das jetzt mal beobachten, wie sich das weiterentwickelt“, sagt der Rathauschef.

Auch wenn noch nicht alles klappt: Insgesamt ist WGV-Chef Späth nach knapp zwei Wochen durchaus zufrieden mit der Einführung der Gelben Tonne

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