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Der Unterstufenchor begeisterte das Publikum mit Oldies wie „Lollipop“ und „The Lion sleeps tonight“. 

Schulkonzert

Musikalisches Gymnasium im Kurhaus: Klassik, Swing, Pop und Samba

Facettenreich in Sachen Musik präsentierte sich das Tölzer Gymnasium im Kurhaus: Ein Schüler führte sogar eine Eigenkomposition auf.

Bad TölzDass Musik am Tölzer Gymnasium in allen Altersklassen und auf (fast) allen Instrumenten praktiziert wird, stellte das Sommerkonzert im Kurhaus wieder einmal unter Beweis. Dass dabei auch echte Talente heranwachsen, dafür stand Abiturient Xaver Bongé. Mit dem Sinfonieorchester der Schule kam sein „Königs-Marsch“ am Dienstagabend zur Uraufführung.

Vor drei Jahren machte Xaver Bongé mit der Jazzband „Monday@eight“ von sich reden, inzwischen komponiert er klassische Musik. „Ich schreibe gerade einen Fantasy-Roman“, erklärte er den Moderatoren Cornelius von der Heyden (Lehrer) und David Schumann (10b), „und dabei wollte ich den Königswechsel auch musikalisch umsetzen.“ Die feierliche Symphonie, die Orchesterleiter Edgar Schumann einstudiert hatte, erhielt begeisterten Applaus.

Die Klassikkünstler brachten neben einem Potpourri des Musicals „Grease“ auch die herausfordernde Hebriden-Ouvertüre von Mendelssohn Bartholdy zu Gehör. Vor ihnen hatte die Schulband „Gabs on fire“ mit vier jungen Sängerinnen großen Applaus eingeheimst. Die großen Pop-Hits „Wake me up when september ends“ (Greenday) und „Stimme“ (Mark Foster) sangen Isabel Pommersberg, Laura Christov und Melody Mück (9. und 10. Klassen) mutig allein zwischen der lauten Band und dem Publikum. Ihre Kollegin Maria Christov (10a) bewies mit „Mercy“, dass sie schon deutlich erkennbaren Blues in der Stimme besitzt. 2012 von Lehrerin Lisa Wiener ins Leben gerufen, verabschiedete die Band am zweiten Konzertabend am Mittwoch bereits erste Gründungsmitglieder.

Den Hit „Mercy“ zauberten (v. li.) Laura Christov, Melody Mück und Maria Christov auf die Bühne.

Pop und Swing beherrschten das zweistündige Programm. Die von Peter Zoelch geleiteten „Young Groove Teeth“ begeisterten mit bestem Swing und Samba. Eine spritzige Überraschung bot das Flötenensemble von Eva Emmler, die mit Unterstützung der Schulband drei Kompositionen zur Rose darboten. Die Chöre von Elisabeth Scheucher zeigten großes Gefühl für Sprache und Rhythmus: der Unterstufenchor mit Oldies wie „Lollipop“ und „The Lion sleeps tonight“ und der Chor der Großen mit einem herrlich beschwingten „Chattanooga Choo Choo“.

Mit Leiterin Elisabeth Artmeier-Mogl hatten die musischen Klassen 5a und 6a Webbers „Any Dream will do“ doppelchörig herausgearbeitet.

Nur eine einzige Sache trübte das gelungene Konzert: Die Moderatoren – Schumann fungierte außerdem als Chorsänger, Trompeten- und Hornspieler – gaben sich zwar große Mühe, die Umbauphasen zu überbrücken. Trotzdem waren sie lang. Ansonsten aber war der Abend perfekt. 

Birgit Botzenhart

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