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Freut sich auf seine neue Aufgabe in Bad Tölz: Alexander Göbel an seinem Noch-Arbeitsplatz in Gersthofen.

Nachfolge von Harald Vorleuter geklärt

Direktor mit viel Humor und Schwarzgurt

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Jetzt ist es raus: Der neue Leiter des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums heißt Alexander Göbel (50). Nach gut 30 Jahren kehrt der Biologie- und Chemielehrer damit in den Landkreis zurück.

Bad Tölz – Bevor Alexander Göbel zum 1. August den Chefposten einnimmt, muss er selbst noch einmal die Schulbank drücken. Bei einem Lehrgang für Schulleiter bereitet sich der 50-Jährige eine Woche lang intensiv auf seine neue Aufgabe als Direktor des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums vor. Göbel tritt damit die Nachfolge von Dr. Harald Vorleuter an, der künftig als Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Oberfranken zuständig sein wird (wir berichteten).

Für Göbel ist die Stelle ein Glücksfall: Nach fünf Jahren Fernbeziehung erlaubt sie ihm, endlich in die Nähe seiner Lebensgefährtin zu ziehen. Aktuell lebt der angehende Oberstudien-Direktor noch in Gersthofen (Landkreis Augsburg). Dort arbeitet er seit fünf Jahren als stellvertretender Schulleiter des Paul-Klee-Gymnasiums. Seine Koffer hat Göbel noch nicht gepackt: „Ich bin noch auf der Suche nach einer Wohnung“, verrät er.

Kindheit in Wolfratshausen verbracht

Übergangsweise könnte er aber sicher bei seinen Eltern in Wolfratshausen unterkommen. In der Flößerstadt kennt sich Göbel bereits bestens aus: Bis zu seinem Studium wohnte er in Waldram, später im Farchet. Noch heute hat er einen großen Freundeskreis hier – auch, wenn seine Zeit in Wolfratshausen durch etliche Auslandsaufenthalte unterbrochen war. Insgesamt fünf Jahre verbrachte Göbel als Kind und als Jugendlicher im Libanon, im Iran und in Algerien. „Mein Vater war im Export von Steinen und Erden tätig“, erklärt der Lehrer.

Durch die Zeit in Algerien lernte er sehr gut Französisch. Dennoch entschied sich Göbel nach dem Abitur für ein Chemie-Studium an der Technischen Universität in München. „Ich wollte eigentlich in die Krebs-Forschung“, sagt Göbel. Von diesem Ziel kam er aber aus verschiedenen Gründen wieder ab. Noch während er seine Diplom-Arbeit schrieb, entschied sich der Naturwissenschaftler, auch noch Lehramt an der Ludwig-Maximilians-Universität zu studieren.

Nach seinem Examen in Chemie und Biologie verschlug es Göbel an ein Gymnasium nach Erding. Von 2004 bis 2009 arbeitete er im Kultusministerium. Dort war er neben der Personalplanung für seine Fächerkombination auch dafür verantwortlich, die Abituraufgaben für seinen Fachbereich zu formulieren. Es folgen drei Jahre als Vize-Schulleiter am Dom-Gymnasium in Freising, ehe er nach Gersthofen wechselte.

Erstmal keine großen Veränderungen

Beruflich lief es gut für Göbel. Privat weniger: Es kam zur Trennung mit der Mutter seiner sechs Kinder. Darüber reden möchte Göbel nicht groß. Verschweigen will er es aber auch nicht, wenn er sich im September seinen neuen Kollegen vorstellt. Auf die Zeit in Tölz freut er sich schon sehr, große Veränderungen plant er zunächst keine. „Ich bin kein Mensch, der einfach handelt.“ Der 50-Jährige will erst die Strukturen und Menschen vor Ort kennenlernen. „Ich lasse es auf mich zukommen.“ Wichtig sind ihm vor allem ein anschaulicher Unterricht, in dem die Schüler möglichst viel selbst machen können. Und in dem der Humor nicht zu kurz kommt.

Göbel selbst wird nicht mehr im Klassenzimmer stehen. Angesichts der Größe der Schule müsste er zwar zwei Stunden unterrichten. Die fallen in Göbels Fall aber weg, da er zusätzlich zu seinen normalen Aufgaben auch noch eine Datenbank für das Kultusministerium verwaltet.

Abseits der Schule pflegt der Pädagoge zwei große Hobbys: das Singen und Taekwondo. Göbel ist Träger des Schwarzen Gürtels und des 3. Dan. Mit Disziplin-Problemen hatte er deshalb im Unterricht noch nie zu kämpfen, bestätigt Göbel und lacht.

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