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Nachhaltige Projekte von Sparkasse ausgezeichnet

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Von: Andreas Steppan

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Preisträger und Laudatoren beim Nachhaltigkeitspreis der Sparkasse: (v. li.) Andreas Steppan (Tölzer Kurier), Landrat Josef Niedermaier, Gabriele Rogge und Elmar Sporer („Nagel und Faden“), Susanne Jennerwein, Wolfgang Konold, Sabine Tappertzhofen, Walter Wintersberger und Gabriele Nimtsch (LBV), Kreisbäuerin Ursula Fiechtner und Ute Reuter („Hof-Besuche für Demenz-Kranke“), Reante Waßmer (Sparkasse) und Stefan Drexlmeier („Energiewende Oberland“).
Preisträger und Laudatoren beim Nachhaltigkeitspreis der Sparkasse: (v. li.) Andreas Steppan (Tölzer Kurier), Landrat Josef Niedermaier, Gabriele Rogge und Elmar Sporer („Nagel und Faden“), Susanne Jennerwein, Wolfgang Konold, Sabine Tappertzhofen, Walter Wintersberger und Gabriele Nimtsch (LBV), Kreisbäuerin Ursula Fiechtner und Ute Reuter („Hof-Besuche für Demenz-Kranke“), Reante Waßmer (Sparkasse) und Stefan Drexlmeier („Energiewende Oberland“). © arndt pröhl

Die Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen würdigt zehn Nachhaltigkeits-Projekte aus dem Landkreis. Der erster Preis geht an den LBV.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Nachhaltigkeit ist ein Wort, das in aller Munde ist – und das sehr viele Facetten hat. Das zeigte sich einmal mehr am Donnerstagabend, als die Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen erstmals ihren Nachhaltigkeitspreis verlieh. Insgesamt 26 000 Euro schüttete das Geldinstitut dabei an die Initiatoren von zehn verschiedenen Projekten aus dem Landkreis aus, bei denen teils Umweltbelange, teils aber auch das soziale Miteinander – oder beides – im Mittelpunkt stehen. Den mit 5000 Euro dotierten 1. Preis erhielt die Kreisgruppe des Landesbunds für Vogelschutz für seine Verdienste um den Moorschutz.

„Moore speichern weltweit doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder der Erde zusammen, obwohl sie nur rund drei Prozent der Erdoberfläche bedecken“, unterstrich Landrat Josef Niedermaier in seiner Laudatio die enorme Bedeutung von Mooren für den Klimaschutz. Im Landkreis spielen die Moore dabei noch einmal eine besonders große Rolle, da sie mit elf Prozent einen überdurchschnittlichen Anteil der Fläche von Bad Tölz-Wolfratshausen ausmachen. Die LBV-Kreisgruppe sei bislang an der Renaturierung von rund 200 Hektar Moorfläche beteiligt gewesen. Kreisvorsitzender Walter Wintersberger nahm die Urkunde bei der Feierlichkeit im Sparkassen-Center gemeinsam mit vier Mitstreitern entgegen.

Den zweiten Preis belegte der Geretsrieder Verein „Nagel und Faden“, gegründet 2021. Er bietet in einer ehemaligen Industriehalle am Bunsenweg eine offene Werkstatt, Kurse und Veranstaltungen an. Nachhaltig ist das zum einen insofern, als es dabei immer ums Selbermachen, Wieder- und Weiterverwenden geht sowie darum, Dinge zu reparieren, statt wegzuwerfen. Zum anderen kommen Menschen beim gemeinsamen Werkeln miteinander in Kontakt und lernen voneinander. Die Sparkasse bedenkt „Nagel und Faden“ mit 4000 Euro.

Projekt „Hof-Besuche für Demenzkranke“ bekommt 3000 Euro

Ein Preisgeld von 3000 Euro erhält die Caritas-Kontaktstelle „Alt & Selbstständig“ für das Projekt „Hof-Besuche für Demenzkranke. Der Grundgedanke dahinter: Bauernhöfe bieten viele Sinneseindrücke, um Menschen mit Demenz zu aktivieren. Deswegen laden die Caritas-Kontaktstelle, der Seniorenbeirat und Kreisbäuerin Ursula Fiechtner Betroffene und deren Angehörige regelmäßig zu Besuchen auf dem Hof der Fiechtners in Rothenrain (Gemeinde Wackersberg) ein. Sie können dort den Hof erkunden, Tiere streicheln und bei Kaffee und Kuchen zusammensitzen: eine für alle Beteiligten wichtige – und für die Teilnehmer kostenlose – Auszeit.

Für den Nachhaltigkeitspreis der Sparkasse waren 33 Bewerbungen eingegangen. Der Jury, die die Preisträger auswählte, gehörten Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Renate Waßmer, Franz Steger, Chef der Naturschutzbehörde im Landratsamt, Elisabeth Freundl, die stellvertretende Leiterin der Geschäftsstelle der „Energiewende Oberland“, und die Kurier-Redaktionsleiterin Veronika Ahn-Tauchnitz an. Bei der Veranstaltung am Donnerstag wurden die Preisträger abwechselnd von Waßmer, Landrat Niedermaier, „Energiewende Oberland“-Leiter Stefan Drexlmeier und Andreas Steppan, dem stellvertretenden Redaktionsleiter des Tölzer Kurier, vorgestellt.

Landrat Niedermaier: „viele kleine Schritte“ notwendig“

In ihren Grußworten hatten eingangs Niedermaier und Drexlmeier übereinstimmend festgestellt, dass unsere Gesellschaft „nicht so weitermachen kann wie in den vergangenen 30, 40, 50 Jahren“, wie es Niedermaier formulierte – also mit immer wachsendem Wohlstand und Ressourcenverbrauch. Als ebenso große Aufgabe bezeichnete es Niedermaier, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu bewahren. Für beides seien „viele kleine Schritte“ notwendig – und Vorbilder wie die zehn Preisträger des Abends.

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