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So gut wie auf diesem Bild waren die Sitzplätze nicht immer gefüllt. Immer wieder sorgten Regenschauer dafür, dass sich der Festplatz leerte.

„Summer Village“

Neuauflage geplant – trotz hoher Verluste

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Bad Tölz – Duftendes Essen, hübsch dekorierte Stände, abwechslungsreiche Musik und viele Angebote für Kinder: Das „Summer Village“ hat Bad Tölz zum dritten Mal schöne Tage bereitet. Noch schöner wäre es allerdings gewesen, wenn das Wetter mitgespielt hätte.

Es hat fast jeden Tag geregnet. Das ist einer der Gründe, warum die Bilanz von Veranstalter Peter Frech „verhalten“ ausfällt. Wenn es immer zur Hauptzeit regnet, sei das für Besucher und Händler nervig. Der Amoklauf in München und der Sprengstoffanschlag in Ansbach hatte ebenfalls Auswirkungen auf das Festival. „Wir mussten die Sicherheitsvorkehrungen aufstocken, und Django Asül hat seinen Auftritt abgesagt“, sagt Frech. Das alles sei keine leichte Situation gewesen.

Zumal bereits im Vorfeld die Rockband Eisbrecher aus dem Programm gestrichen werden musste. „Wenn zwei Auftritte wegfallen, ist das eine Katastrophe.“ Der richtige Kassensturz werde zwar erst in ein paar Wochen gemacht, der „Jailhouse“-Chef rechnet aber mit rund 100 000 Euro Verlust.

Das sorgt für Frust. Eigentlich findet Frech aber, dass das „Summer Village“ auf einem guten Weg ist. „Wenn man die Kinderaugen sieht und viele Leute sagen: ,super gemacht‘, dann sei das motivierend. „Auch den Künstlern hat es extrem gut gefallen“, und mit den Nachbarn habe es keine Probleme gegeben. „Die nehmen das fünf Tage auf sich, da muss man auch mal Danke sagen.“

Dass viel hinter der Veranstaltung steckt, weiß Hubert Hörmann, Vorstand des ECT. Der Verein verkaufte bayerisches Bier und türkische Spezialitäten. „Das ,Summer Vil‘ ist eine ganz tolle Geschichte und für uns Vereine ist es toll, sich dort zu präsentieren.“ Auch hier steht der Kassensturz noch aus, Hörmann hat aber den Eindruck, dass der ECT-Stand gut angenommen wurde. Natürlich sei es aber für alle, die sich Mühe geben, nicht von Vorteil, wenn das Wetter nicht passt und Abendveranstaltungen nicht stattfinden.

Im Großen und Ganzen habe man aber Glück gehabt, findet Klaus Wankerl, Vorstand des SV Bad Tölz. Der Verein hat Bier und „Pulled Pork“ angeboten und ist mit dem Besucheransturm am Wochenende zufrieden. Abschließende Zahlen fehlen zwar ebenfalls noch. „Aber ich gehe davon aus, dass es sich gelohnt hat“, sagt er. „Die Helfer haben einen tollen Job gemacht.“ Wobei es natürlich immer schade sei, dass nicht alle helfen. Wankerl muss es zwar noch mit dem Vorstand besprechen, aber für nächstes Jahr sei der Verein sicher wieder interessiert. „Das ist eine tolle Veranstaltung.“

Die Aussichten für eine Neuauflage des „Summer Village“ sind übrigens ganz gut. „Ich denke, es wird wieder eines geben“, sagt Peter Frech. Es seien bereits zwei Verträge mit Künstlern abgeschlossen worden. Allerdings müsse man das Ganze auf andere Füße stellen und einen Mitsponsor finden. „Allein ist das einfach eine harte Nummer.“ Aufgeben will Frech aber nicht. „Danke an alle, die gekommen sind.“

Unser Ticker zum Nachlesen

Bilder: Rundgang über das Summer Village

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