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Sie sind zufrieden über die positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2017: Die Sparkassenvorstandsmitglieder Christian Spindler (li.) und Thorsten Straubinger (re.) zusammen mit der Vorstandsvo rsitzenden Renate Waßmer. 

Jahresbilanz

Neuausrichtung der Sparkasse: Schlank, digital und regional

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Die Zahlen der Jahresbilanz 2017 passen. Dennoch schließt die Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen mehrere Standorte. Das Geldinstitut arbeitet an seiner Neuausrichtung, die auf das Jahr 2025 ausgelegt ist.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Die Strategie der Zukunft bestimmte das Jahrespressegespräch, in der die Sparkasse die Schließung mehrerer Standorte bekannt gab (wir haben berichtet). Das Ziel des Unternehmens: Weniger, aber bessere Standorte. Das Vorstandstrio ist sich bewusst, dass die Neuausrichtung mit einem Spagat verbunden ist. „Wir wollen in der Fläche präsent bleiben und dies auch betriebswirtschaftlich vertreten können“, sagte Vorstandsmitglied Torsten Straubinger. Das Filialnetz werde so bis Ende nächsten Jahres von 24 auf 19 Standorte reduziert. Die Sparkasse ist dann mit 13 Geschäftsstellen und sechs Beratungscentern im Landkreis vertreten.

„Wir konzentrieren uns auf unser Geschäftsgebiet und tätigen nur noch solche Geschäfte, die wir auch verstehen“, so die von der Vorstandsvorsitzenden Renate Waßmer ausgegebene Marschrichtung. Dieses Modell habe sich seit über 160 Jahren bewährt. „Wir wollen die Sparkasse als öffentliche Bank erhalten“, kündigte Landrat Josef Niedermaier als Verwaltungsratsvorsitzender an. Für diesen Fortbestand müsse man europaweit eintreten. In einigen anderen Ländern sei bereits ein Umdenken in diese Richtung auszumachen. Und auch das haben Niedermeier und das Vorstandstrio deutlich erklärt: Die Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen bleibt eigenständig. Fusions-Spekulationen seien vom Tisch.

Um die anstehenden Herausforderungen meistern zu können, will die Sparkasse sowohl in die Geschäftsstellen als auch in den digitalen Ausbau investieren – ebenso wie in die Aus- und Fortbildung ihrer Mitarbeiter.

Für die Neuausrichtung hat die Sparkasse das Verhalten ihrer Kunden analysiert. Sie wollen demnach ihre Bankgeschäfte sowohl persönlich als auch online abwickeln. Dabei nimmt die Digitalisierung laut Vorstandsmitglied Christian Spindler immer breiteren Raum ein. „Wir wollen die elektronischen Postfächer für die Kunden ausbauen“, sagte er. Noch sei ein elektronischer Safe zwar Zukunftsmusik, aber auch diese Neuerung sei absehbar. Der Trend zum Online- oder Mobile Banking ist nach wie vor steigend– und das über alle Altersgruppen. „Immer mehr Kunden kommen über die Sparkassen-App zu uns“, so Vorstandsvorsitzende Waßmer. Die vielen damit angebotenen Funktionen wie Kwitt oder Fotoüberweisung „machen Bankgeschäfte immer einfacher“.

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