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Neue Ampelanlage läuft

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Von: Melina Staar

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Das Provisorium kann weg: Mitarbeiter des Staatlichen Bauamts montieren am Haupttor der Flintkaserne die Ampelköpfe ab. Im Laufe der nächsten Woche werden auch die Masten entfernt. © Foto: Arndt Pröhl

Die neuen Ampelanlagen auf der Flinthöhe sind in Betrieb – zumindest eine der Baustellen in und um Bad Tölz wird damit verschwinden. An anderen Stellen werden Autofahrer weiter Geduld beweisen müssen – und ein neuralgischer Punkt wird in zwei Wochen abends und nachts gesperrt.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Es war wieder einmal Verkehrschaos in Bad Tölz. Am Montagabend stauten sich die Autos von der Isarbrücke bis zur Lenggrieser Straße, erst gegen 21 Uhr wurde es etwas besser. Der Grund waren die Arbeiten auf der B 472, für die die Straße zwischen Blomberg und der Einmündung zur Arzbacher Straße von 19 bis 6 Uhr gesperrt werden musste.

Wie Martin Herda vom Staatlichen Bauamt sagt, sei die Ampel, die während der Sperrung die beidseitige Befahrung der Isarbrücke in der Innenstadt ermöglichte, „nicht leistungsfähig genug gewesen, um den Verkehr abzufangen, der am ersten Abend auf sie zukam“.

Ein Problem sei aber auch, dass viele Autofahrer die eigentlich ausgeschilderte Umfahrung der Baustelle ignoriert hätten. Diese leitet den Verkehr über die S 2072 zur Tattenkofener Brücke, weiter nach Geretsried und von dort wieder zurück nach Süden in Richtung B 472. Herda möchte mit einer Tafel noch deutlicher auf die Umleitung hinweisen. „Ich weiß, dass es derzeit sehr viele Baustellen in und um Tölz gibt. Da kann es schon einmal schwierig sein zu erkennen, wie man eigentlich fahren darf und soll.“

Seit Dienstagvormittag sind die neuen Ampeln auf der Flinthöhe in Betrieb. „Am Haupttor haben wir das Provisorium außer Betrieb genommen, die neue Ampel sprang sofort an“, so Herda. „Den Rückstau von der B 13 hatten wir in vier Minuten im Griff.“ Die Leistung der neune Anlage sei höher, als die der alten. „Es wird eine Verbesserung geben, aber keine größere Veränderung der Verkehrssituation“, macht Herda klar. „Diese wird es erst mit der Nordumfahrung geben.“

Noch am Dienstag wurde damit begonnen, die Ampelköpfe der Provisorien abzubauen. Dafür mussten die Baufahrzeuge der ausführenden Firma teilweise auf der Fahrbahn stehen. Daher kam es zwischenzeitlich zu stockendem Verkehr. Laut Herda sei aber schon ein erster Eindruck entstanden: „Gerade in der Einmündung von der B 13 in die B 472 ist eine deutliche Verbesserung zu erwarten.“ Kommende Woche sollen die Masten der Übergangsampeln entfernt werden.

Dann stehen noch Arbeiten an den Gehwegen an, die ein paar Löcher abbekommen haben. Darum kümmert sich laut Herda die Stadt.

Neun Monate lang standen die provisorischen Ampeln auf der Flinthöhe. „Von der Bauseite her ist alles reibungslos gelaufen.“ Nur dass es während der Vollsperrung an einem Wochenende für die Arbeiten an der Fahrbahndecke vor allem in Greiling zu Problemen gekommen sei (wir berichteten), sei natürlich nicht so geplant gewesen.

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Eine Ende des Baustellen-Sommers in und um die Kurstadt ist übrigens noch nicht in Sicht. Sind die Arbeiten an der Arzbacher Straße und der B 472 abgeschlossen, müssen die Ampelanlagen am Moraltverteiler und an der Osterleite ausgetauscht werden. Am Moraltverteiler beginnen nun die vorbereitenden Maßnahmen, in voraussichtlich zwei Wochen wird hier in vier Nächten voll gesperrt. Dann erhalten Linksabbieger von Lenggries kommend in Richtung Innenstadt eine eigene Grünphase, auf der anderen Seite Rechtsabbieger eine eigene Ampel – ein Unfallschwerpunkt wird dadurch entschärft. Sind die Tiefbauarbeiten am Moraltverteiler fertig, starten die an der Osterleite.

Die Bauarbeiten an der Isarbrücke – dort baut die Stadt Bad Tölz – müssten bis zum 10. September abgeschlossen sein. Dann kann zumindest dort der Verkehr wieder in beide Richtungen fließen. Und noch ein Blick auf eine weitere Großbaustelle: Macht das Wetter den Arbeitern keinen Strich durch die Rechnung wird die B 472 zwischen Obersteinbach und Sindelsdorf Mitte Oktober wieder geöffnet.

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