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Ungewöhnlicher Ort für eine CD-Aufnahme: 60 Musiker spielten im Tölzer Sparkassen-Center unter Dirigent Josef Kronwitter (re.) die bislang vierte CD der Stadtkapelle ein. Vorstandsvorsitzende Renate Waßmer (2. v. re.) übernahm gerne die Rolle der Gastgeberin. 

Neue CD der Tölzer Stadtkapelle

Sparkasse als Aufnahmestudio

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Normalerweise diskutieren im Tölzer Sparkassenforum Mitarbeiter der Bank über Anlageprodukte. Jetzt gab jedoch die Tölzer Stadtkapelle den Ton an: Vier Tage lang nahmen die knapp 60 Musiker dort eine neue CD auf.

Bad Tölz– „Nach neun Jahren ist es mal wieder Zeit geworden“, sagt Dirigent Josef Kronwitter. So lange ist es her, seit das preisgekrönte Ensemble seinen letzten Tonträger eingespielt hat. Damals fanden die Aufnahmen im Probenraum der Musikkapellen Münsing und Holzhausen statt. Diesmal entschieden sich die Verantwortlichen ganz bewusst für die Heimat – und haben es nicht bereut. „Es waren perfekte Bedingungen“, freut sich Kapellenvorstand Martin Schnitzer. Und Kronwitter ergänzt: „Die Akustik war fast optimal.“

Damit die Aufnahmen in dem Saal möglich waren, rückte ein mobiles Tonstudio an. Vier Tage lang dauerten die Arbeiten, bis zu zehn Stunden am Stück feilten die Musiker und Tontechniker am perfekten Klang. „Das war ganz schön schwierig.“ Denn Dank der professionellen Technik hört man laut Kronwitter jeden noch so kleinen Fehler. Für die meisten Musiker sei es außerdem ungewohnt gewesen, mit Kopfhörern zu spielen. „Unterm Strich lief aber alles sehr gut, ich bin sehr zufrieden.“

Das hört Renate Waßmer mit Freuden. „Wir waren gerne Gastgeber. Es ist einmal eine ganz andere Art der Musikförderung“, sagt die Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen. „Wir sind schon gespannt auf das Resultat.“

Bis zum Ostermontag am 2. April muss sich Waßmer noch gedulden. Dann will die Stadtkapelle ihr neues Werk beim Osterkonzert im Kurhaus präsentieren. Bis dahin müssen sich die Musiker noch einen Namen für die CD überlegen.

Die Erstauflage liegt bei 1000 Exemplaren. Auf jedem Tonträger werden 15 Stücke zu hören sein, sieben Märsche, sieben Polkas und ein Walzer. Josef Kronwitter spricht von einer Mischung von Tradition und Moderne, garniert mit böhmischer Volksmusik. Damit, so hofft der Dirigent, trifft das Ensemble genau den Geschmack seiner Hörer. 

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