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Jahr für Jahr nehmen die Sperrmüllmengen im Landkreis zu.

Tölzer Kreistag

Neue Gebühr: Landet künftig mehr Sperrmüll im Wald?

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In Sachen Müll ändert sich 2018 einiges im Landkreis. Während die Einführung der gelben Tonnen begrüßt wird, entbrannte über die neue Sperrmüll-Gebühr im Kreistag eine Diskussion.

Bad Tölz-Wolfratshausen– Die Sperrmüllmengen gehen von Jahr zu Jahr nach oben, erläuterte Reiner Späth, Chef des Landkreis-eigenen Abfallwirtschaftsunternehmens (AWU). Diese Entwicklung „liegt mir sehr auf der Seele“ – zumal hier keine Einnahmen erzielt werden, weil das Abgeben des Sperrmülls kostenlos ist. Das wird es auch bleiben, allerdings mit etwas höherem bürokratischen Aufwand versehen. Bislang konnte sich Bürger die entsprechenden Karten einfach bei der Gemeinde abholen und dann den Müll in Quarzbichl und Greiling anliefern. Nun muss die Anlieferung vorher über ein Formular beantragt werden. Das sorgt dafür, dass das AWU tatsächlich weiß, wer anliefert – während bei den Karten ein gewisser Wildwuchs festzustellen war.

Wer seinen Sperrmüll zu Hause abholen lassen will – auch das ist bislang kostenlos –, muss künftig 35 Euro beziehungsweise 20 Euro für Elektronikschrott/Metall bezahlen. „Das ist eine vertretbare Größenordnung“, meinte Späth – auch mit Blick auf die Nachbarlandkreise. Das sah Klaus Barthel (SPD) völlig anders. Für viele sei das eben kein geringer Betrag, wandte er ein. Und zwar gerade für die Menschen, die auch kein Auto haben, um die Sachen selbst anzuliefern. Zudem glaube er nicht, dass durch die Gebühr die Menge an Sperrmüll zurückgeht. „Er wird nur anders entsorgt – am Straßenrand.“ Schon jetzt werde der Sperrmüll, den manche einfach im Wald abladen, mehr, pflichtete ihm Michael Häsch (CSU) bei. „Wenn sie es in den Wald fahren, könnten sie es auch kostenlos zur Deponie fahren“, wandte Landrat Josef Niedermaier ein. Häsch und Barthel baten dennoch darum, das neue System nach einem Jahr auf den Prüfstand zu stellen.

Das sicherte Späth zu. Er sieht aber nach wie vor Chancen in der Abhol-Gebühr. „Ich habe schon die Hoffnung, dass die Mengen sinken und nicht mehr am Waldrand landet.“ Bislang sei es aber im Landkreis einfach zu leicht, nicht mehr Benötigtes wegzuschmeißen. „Ich muss mir keine Gedanken machen, vielleicht mal auf einen Flohmarkt zu gehen oder etwas als zu verschenken in die Zeitung zu setzen.“ 

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