+
In Tölz gilt ab Pfingsten eine neue Gottesdienstordnung.

Neue Gottesdienstordnung ab Pfingsten im Tölzer Pfarrverband 

„Können uns leichter gegenseitig helfen“

Der Priestermangel zwingt zur Flexibilität. Damit sich die Geistlichen im Tölzer Pfarrverband gegenseitig aushelfen können, wird zu Pfingsten die Gottesdienstordnung geändert. Die Hauptmesse findet künftig am Sonntag um 10 Uhr statt.

Bad Tölz – Zur Eröffnung der renovierten Stadtpfarrkirche wurde die Tölzer Gottesdienstordnung im Mai 2011 letztmals grundlegend geändert. Mit dem Weggang von P. Johannes Wölfel, der früher als Spiritual das Josefsheim in der Heißstraße und die Filialkirche Ellbach betreute, sieht nun der Tölzer Stadtpfarrer Peter Demmelmair Handlungsbedarf, die Gottesdienstzeiten moderat anzupassen. Denn, wenn man alle Hauptkirchen im Pfarrverband – immerhin acht Stück – versorgen wolle, müsse jeder einsatzfähige Priester am Sonntag mindestens zwei Messen lesen können.

Das wiederum, sagt Demmelmair, fordert möglichst angeglichene Gottesdienstzeiten, damit „man sich bei Krankheit zum Beispiel gegenseitig aushelfen kann“. Derzeit ist es so, dass ein Zelebrant des 8.30 Uhr-Gottesdienstes in der Mühlfeldkirche unmöglich um 9.30 Uhr in Ellbach oder auch nur schwer um 9.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche die Messe übernehmen kann. „Das ist zeitlich fast nicht zu schaffen“, sagt Demmelmair. Ab Pfingsten gilt die neue Gottesdienstordnung, die diese Probleme löst. Was gleich bleibt, ist in Tölz die 8.30 Uhr-Frühmesse in der Mühlfeldkirche. Wichtigste Änderung ist dann die Verschiebung des sonntäglichen Hauptgottesdienstes um eine halbe Stunde nach hinten. Beginn ist also künftig um 10 Uhr.

Um den 90-Minuten-Rhythmus beizubehalten, wird auch der Franziskaner-Gottesdienst (jetzt 11 Uhr) um eine halbe Stunde nach hinten verschoben. Aber es gibt ihn nach wie vor für die treue Klostergemeinde. „Und er ist familiengerecht“, sagt Demmelmair.

Um eine halbe Stunde verschiebt sich auch die Abendmesse in „Maria Himmelfahrt“. Sie beginnt künftig im Sommer wie Winter um 18.30 Uhr. Der Vorteil liegt nach den Worten des Tölzer Pfarrverbands-Chefs darin,dass man Vesper (Beginn 18 Uhr bleibt) und Abendmesse auch als „Gesamtpaket“ nützen kann.

Gleich bleibt der Samstagabend-Vorabendgottesdienst um 18 Uhr in der „Heiligen Familie“. Die Filialkirchen Ellbach und Fischbach werden sonntags abwechselnd von Tölz aus mitbedient. In Ellbach (bisher 9.30 Uhr) hat es der Pfarrer den Gläubigen freigestellt, um 8.30 Uhr oder 10 Uhr das Abendmahl zu feiern. Demmelmair ist überzeugt, dass die Wahl auf 10 Uhr fällt. „Das ist einfach familienfreundlicher.“ Der 10 Uhr-Beginn sei auch mit Wackersberg und Arzbach besser kompatibel.

Unter der Woche bleibt alles beim Alten: Abgesehen von den üblichen Frühmessen an den Werktagen um 9 Uhr, findet am Mittwochabend um 19 Uhr eine reguläre Abendmesse statt. Der Beginn ist auch für Berufstätige geeignet.

Die neue Gottesdienstordnung wurde von allen Pfarrgemeinderäten im Pfarrverband diskutiert und für „sinnvoll und gut befunden“, sagt Demmelmair. Umgesetzt wird sie erstmals an Pfingsten, genauer gesagt ab Sonntag, 4. Juni.

von Christoph Schnitzer

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Trimini, Dorst, Herzogstandbahn: Geballte Neuigkeiten aus Kochel
Der Eintrag in das Goldene Buch der Gemeinde blieb Nebensache. Der Besuch von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner war viel mehr als ein Wahlkampftermin vor Ort. Beim …
Trimini, Dorst, Herzogstandbahn: Geballte Neuigkeiten aus Kochel
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Donnerstagabend
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Donnerstagabend
Verdächtiges Paket
Es war nur ein Bigbag, ein Riesensack, der in der Isar trieb. Es hätte aber auch ein Toter sein können. Deshalb kam es am Donnerstag zu einem Großeinsatz an der Isar.
Verdächtiges Paket

Kommentare