Das „Forsthaus“ zwischen Wackersberg und Bad Tölz wurde bis 2010 als Restaurant betrieben. Seither vermissen viele Einheimische und Gäste die Einkehrmöglichkeit.
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Das „Forsthaus“ zwischen Wackersberg und Bad Tölz wurde bis 2010 als Restaurant betrieben. Seither vermissen viele Einheimische und Gäste die Einkehrmöglichkeit.

Gastro- und Hotel-Szene

Neue Perspektiven fürs „Forsthaus“: Ehemaliges Restaurant hat neuen Eigentümer

  • Andreas Steppan
    VonAndreas Steppan
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Das einstmals sehr beliebte „Forsthaus“ an der Wackersberger Straße in Bad Tölz hat einen neuen Besitzer - und das ist kein Unbekannter.

Bad Tölz – Elf Jahre ist es her, seit der Tölzer Kurier berichtete: „Mit einer Abschiedsparty für geladene Gäste beenden die Wirte Nadja und Maximilian Plötz ihre Zeit im Restaurant Forsthaus an der Wackersberger Straße.“ Seither vermissen viele Einheimische und Gäste die einstige Einkehrmöglichkeit an dem idyllisch gelegenen Spazierweg zwischen Bad Tölz und Wackersberg.

Mit einem kürzlich vonstatten gegangenen Eigentümerwechsel könnte sich nun nach langer Zeit wieder eine Perspektive dafür auftun, dass wieder (gastronomisches) Leben in das traditionsreiche Haus einkehrt. Johannes Tien, der in unmittelbarer Nachbarschaft das Hotelprojekt „Bergeblick“ plant, hat das „Forsthaus“ gekauft.

Gastronomie will Tien nicht selbst betreiben

Dies bestätigt der Unternehmer auf Anfrage des Tölzer Kurier. „Als ich erfuhr, dass das ,Forsthaus‘ zum Kauf steht, wurde ich gleich hellhörig und habe den am Anfang ,positiv verrückten‘ Gedanken weiterverfolgt“, erklärt er und fügt hinzu: „Spätestens nach der ersten Besichtigung war klar, dass dieses Anwesen in Kombination mit dem Hotel ein einmaliges Ensemble werden kann.“

Johannes Tien

Das relativ allein stehende Haus in der Nähe des Wanderparkplatzes dürfte um die 100 Jahre alt sein. Der Vorbesitzer habe es vor acht Jahren „wunderschön renoviert und saniert“ schwärmt Tien, der vor seinem geistigen Auge schon „laue Sommerabende“ in der „unbeschreiblichen Atmosphäre“ auf der einstigen Caféterrasse sieht. Das Objekt birgt seiner Ansicht nach „viele einmalige Optionen im Zusammenspiel mit dem Hotel“. In diesem Kontext könne die Reaktivierung als Gastronomiebetrieb – etwa als Café beziehungsweise Ausflugslokal – „angedacht“ werden. Festlegen will sich Tien zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht. Keinesfalls könne er eine mögliche Gastronomie neben dem geplanten Hotel „Bergeblick“ selbst betreiben. Wenn, dann sei er auf die Kooperation mit einem Gastronomen angewiesen, der eine überzeugende Idee hat, wie man das „Forsthaus“ gemeinsam zu neuem Leben erweckt. Die könne man dann gegebenenfalls gemeinsam mit Architekten und der Stadtverwaltung ausarbeiten. Synergien mit dem künftigen „Bergeblick“ seien freilich wünschenswert. „Auch die Gäste des Hotels sind bestimmt begeistert, an dieser Stelle entsprechend verköstigt zu werden. Genauso wie Einheimische, die mal wieder im Forsthaus einkehren könnten“, sagt Tien.

Warten auf Baugenehmigung fürs Hotel

Fürs Erste aber bleibe es bei der bestehenden Nutzung der Immobilie: zum einen als Wohnraum, zum anderen als Ferienwohnung.

Von dem Zukauf unberührt ist Tiens Vorgehen bei seinem Hotelprojekt auf der benachbarten Wackersberger Höhe. Hier, so sagt er, warte er täglich auf die Baugenehmigung aus dem Landratsamt. Sobald diese vorliege, könnten die ersten Erd- und Kanalbauarbeiten beginnen.  

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