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Lenken in den kommenden zwei Jahren die Geschicke des neuen Vereins (v. li.): Vorsitzender Dr. Ralph Munkert, 2. Vorsitzender Dieter Pany, Schriftführer Karl-Otto Volkland und Kassier Dr. Johannes Stehr.

Unternehmerverein gegründet

Das neue Wir-Gefühl

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Gelungener Start: Am Dienstagabend hoben 66 Gründungsmitglieder den neuen Unternehmerverein „Wir für Tölz“ aus der Taufe. Er vereint künftig alle Branchen – von der Gastronomie bis zur Industrie, vom Dienstleister bis zum Einzelhändler. Vorsitzender ist Ralph Munkert.

Bad Tölz – Mit diesem Andrang hatten selbst die Initiatoren um den Tölzer City-Manager Falko Wiesenhütter nicht gerechnet. Mehr als 100 Interessierte drängten sich am Dienstag im Konferenzraum des Hotels Isarwinkel, um sich über den neuen Verein zu informieren. 66 von ihnen füllten wenig später den Gründungsmitglieds-Antrag aus. Die Namensliste liest sich wie das „Who is Who“ der Tölzer Wirtschaft und reicht von A wie Anton Hoefter (Jod AG) bis Z wie Hannes Zintel (Blombergbahn). Unter den Mitgliedern sind Gastronomen wie Peter Frech (Jailhouse) genauso wie Einzelhändler wie Peter Wiedemann (Parfümerie) oder Unternehmer wie Ludwig Janker (Baustoff-Fachhandel) und Armin Hilgarth (Sitec).

Der neue Unternehmerverein „Wir für Tölz“ vereint die bisherigen Gruppierungen „Aktive Tölzer“, Gewerbeverband und „Gesundes Bad Tölz“. „Alle Branchen brauchen sich gegenseitig, alle profitieren voneinander“, sagte Vize-Bürgermeister Andreas Wiedemann. Und eben weil es nur gemeinsam gehe, „ist es an der Zeit, die Kräfte zu bündeln“.

Vor gut einem Jahr begannen die Überlegungen in Gewerbeverband und Gesundem Bad Tölz, gemeinsam etwas auf die Beine stellen zu wollen. Wirtschaftsförderer Wiesenhütter begleitete den Prozess, betonte aber auch: „Die Stadt ist hier nicht Hauptakteur, sondern Partner dieser Idee.“

Richtige Aufbruchstimmung verbreiteten die sechs Haupt-Initiatoren. „Ich habe Lust auf Bad Tölz. Dessen Weiterentwicklung sollte uns allen am Herzen liegen“, bekannte Peter Frech. „Wir brauchen uns alle gegenseitig. Es ist an der Zeit, dass wir unseren Wirtschaftsstandort gemeinsam stark halten“, ergänzte Peter Wiedemann. Für Holger Strobel von der Sport-Jugendherberge ist es wichtig, dass seine Gäste ein attraktives Angebot in der Stadt vorfinden. „Ich sehe hier die Chance, dass wir gemeinsam und branchenübergreifend Ziele erreichen.“ Alte Zöpfe möchte Hannes Zintel abschneiden. Der gemeinsame Verein sei der richtige Weg in die Zukunft. „Wir sitzen alle in einem Boot“, sagte Ludwig Janker. „Aber wir können es nur schaffen, wenn wir alle in die gleiche Richtung rudern.“ Das sieht Kerzen-Hersteller Simon Steinhart ähnlich. „Für mich als Industriellen ist es wichtig, dass die Stadt attraktiv bleibt.“ Fachpersonal sei schwer zu finden, da müsse nicht nur der Arbeitsplatz passen, sondern auch das Umfeld. „Mia san mia. Wir haben hier die besten Voraussetzungen, wir müssen sie nur am Schopf packen.“

Wiesenhütter erläuterte die Inhalte der Satzung. Zweck des Vereins ist die Sicherung und Stärkung des Wirtschaftsraums Bad Tölz. Erreicht werden soll dieses Ziel unter anderem durch die Förderung des brancheninternen und branchenübergreifenden Zusammenhalts sowie durch die Information der Unternehmer zu aktuellen und relevanten Themen oder auch durch das Umsetzen von Projekten. Genau dafür sind die Sparten und Projektgruppen wichtig. „Sie sollen aber kein kleiner Verein im Verein sein, sondern ein lebendiges Instrument“, so Wiesenhütter.

Dann wurde es ernst: Die von Stadtkämmerer Hermann Forster geleiteten Wahlen der ersten Vereinsführung standen an. Trotz zahlreicher Vorschläge für die Ämter gab es am Ende nur jeweils einen Kandidaten, der sich zur Verfügung stellte. Die Führung übernimmt Ralph Munkert (Reha-Klinik Frisia). Sein Stellvertreter ist Dieter Pany (Spiel- und Schreibwaren „Oisam“). Um die Finanzen kümmert sich Steuerberater und Rechtsanwalt Johannes Stehr. Zum Schriftführer wurde Konditormeister Karl-Otto Volkland gewählt. Munkert: „,Wir für Tölz‘ – das ist für mich das Programm.“

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