Der Tennisclub Bad Tölz möchte mit einem neuen Vorstandsteam in friedlichere Zeiten aufbrechen. (Symbolfoto)
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Der Tennisclub Bad Tölz möchte mit einem neuen Vorstandsteam in friedlichere Zeiten aufbrechen. (Symbolfoto)

Nach Querelen

Neuer Vorstand soll dem Tennisclub Bad Tölz wieder friedliche Zeiten bringen

  • Patrick Staar
    vonPatrick Staar
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Eine turbulente Zeit liegt hinter dem Tennisclub Bad Tölz. Nun ruhen die Hoffnungen auf einer neuen Vorstandswahl und einem Team um Markus Kuhlbars. Dieses gibt ein klares Ziel aus.

Bad Tölz - Im Tennisclub Bad Tölz wechselte zuletzt innerhalb von zwei Jahren wechselte dreimal die Vorstandschaft. Nun versucht ein neues Team um Markus Kuhlbars, den gespaltenen Verein zu versöhnen. Bis 20. Juni läuft die Neuwahl, die coronabedingt online stattfindet.

Die Turbulenzen begannen vor zwei Jahren. Der damalige Vorsitzende Florian Rasch hatte den Bau einer Tennishalle auf den clubeigenen Plätzen an der Allgaustraße vorangetrieben. In der Jahresversammlung im Mai 2019 präsentierte er den Mitgliedern einen unterschriftsreifen Vertrag. Die Anwesenden fühlten sich überrumpelt. Die Konsequenz: Rasch erhielt bei den Neuwahlen nur 18 Stimmen, sein Gegenkandidat Klaus Koblenzer 48.

Vorsitzender Klaus Koblenzer trat nach nicht einmal 18 Monaten vom Amt zurück

Innerhalb der neu gewählten Vorstandschaft gingen jedoch die Meinungen weit auseinander, wie ein Verein zu führen ist. Aufgrund der Querelen trat Koblenzer nach nicht einmal 18 Monaten Amtszeit zurück. Nun übernahmen sein Stellvertreter Bernd G. Prösler und Finanz-Vorstand Christina Rauber die Geschäfte. Die beiden traten nun aber nicht mehr zu den Neuwahlen an.

Markus Kuhlbars kandidiert als Vorsitzender des TC Bad Tölz.

„In unserem Verein hat sich ein Lagerdenken gebildet“, sagt Markus Kuhlbars. „Lagerdenken und Querelen braucht aber niemand.“ Mit einigen bisherigen Vorstandsmitgliedern und anderen Mitgliedern des Herren-40-Teams will er nun versuchen, „den Verein weiterzubringen und zu befrieden“. Der 52-Jährige ist Unternehmensberater mit Schwerpunkt auf Informationstechnik. Dabei arbeitet er häufig mit Banken zusammen. Kuhlbars lebt – mit Unterbrechungen – seit seinem 13. Lebensjahr in Bad Tölz, ging dort auch zur Schule und absolvierte ein Studium in München. Seit dem Jahr 2000 lebt er in Lenggries. Hauptmotivation zu kandieren sei für ihn, „dass mir was am Verein liegt und dass ich gerne Tennis spiele. Ich habe dadurch keinerlei persönliche Vorteile.“

Aus Sicht von Markus Kuhlbars ist eine Tennishalle dringend nötig

Erneut als Sportwart und Jugendwart kandidieren Patrick Meister und Martin Stange. Letzterer hat mit Katharina Eismann das neue Jugendkonzept des Vereins erarbeitet. Als Finanzvorstand kandidiert Steffi Henneck. „Als Sparkassen-Mitarbeiterin ist sie hervorragend für dieses Amt geeignet“, sagt Kuhlbars. Seinen Stellvertreter Klaus Niesen stuft Kuhlbars als „integre Persönlichkeit“ ein. Niesen sei schon lange Mitglied im Verein. Andreas Falkner soll als Schriftführer die Öffentlichkeits- und Pressearbeit intensivieren. Gerade dies sei dringend nötig, sagt Kuhlbars. Die Mitglieder müssten stets auf dem Laufenden gehalten werden, was die Vorstandschaft plant und wie die Planung der Tennishalle voranschreitet.

Kuhlbars lässt keinen Zweifel daran, dass eine Tennishalle dringend notwendig ist, um erfolgreich zu sein und weiter zu kommen. Nach dem Abriss der Tennishalle in Heilbrunn gebe es im Landkreis einen großen Bedarf, der Einzugsbereich sei groß. Um das finanzielle Risiko in Grenzen zu halten, will Kuhlbars – wenn möglich – die Stadt und den Landkreis ins Boot holen. Seiner Ansicht nach habe der Verein ein „riesiges Potenzial“.

Hoffnung auf frischen Wind im Tennisclub Bad Tölz

Ein weiterer Schwerpunkt soll auf der Jugendarbeit liegen, die unter den Vorstandsquerelen gelitten habe. Das neue Jugendkonzept trage schon die ersten Früchte. Ein weiteres großes Thema bleibe das Thema Inklusion, die schon Bernd G. Prösler vorangetrieben hat. Unter anderem sind inklusive Trainingscamps geplant, zudem soll es einen Inklusionsbeauftragten geben. Eine Satzungsänderung sei geplant.

In den vergangenen Wochen habe er sich mit seinem Team oft auf der Anlage aufgehalten und viel mit den Mitgliedern gesprochen, sagt Kuhlbars. Sein Eindruck: „Ich denke, dass ein frischer Wind reingekommen ist.“

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