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Der neue Vorstand von „Oberland plastikfrei“ (v. li.): Regina Schliephake (2. Vorsitzende), Norbert Glöckner (Kassier), Andrea Pauline Martin (Vorsitzende), Gaby Wojeciechowski (Schriftführerin), Anna Meßmer, Sabrina Schmid, Lilo Kafka und Michael Schnell (Beisitzer).

Mitgliederversammlung

Neuer Vorstand rettet „Oberland plastikfrei“

Rettung kam von außerhalb: Wären Interessierte nicht spontan in die Bresche gesprungen, gäbe es den Verein „Oberland plastikfrei“ nach nur zwei Jahren jetzt nicht mehr.

Bad Tölz Vier Mitglieder des Vorstands hatten ihre Ämter aus Zeitmangel aufgegeben. In der Mitgliederversammlung am Mittwoch im Tölzer „Kolberbräu“ konnte letztlich aber ein neuer Vorstand gewählt werden.

Bis dahin war es ein weiter Weg, der etwa zwei Stunden dauerte. Neue Interessenten waren erstaunt über die unprofessionelle Vereinsarbeit, die offenbar wurde. Ein Bankkonto etwa bestand noch nicht, weil die Ämter für den Vorsitzenden und den Kassier nicht mehr besetzt waren. Der Verein hatte darunter gelitten, dass bereits zweimal Vorstandsmitglieder wieder zurückgetreten waren.

Nach langer Diskussion, in welcher viel Unwissenheit über grundlegende Vereinsführung zutage trat, stellten sich Anwesende für die Vorstandsämter zur Verfügung.

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Die Misere stellte sich als Glücksfall für den Verein heraus, denn nun stehen ihm zwei versierte Frauen vor: Die neue Vorsitzende Andrea Martin arbeitete im Vorstand der Joachim-Herz-Stiftung, die Naturwissenschaften begreiflich und Persönlichkeiten ausbilden will. Ihre Stellvertreterin Regina Schliephake ist bei der Unternehmensplattform SMG Landkreis Miesbach tätig und ist ausgebildet im Management für soziale Innovationen.

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Der Bericht der scheidenden Vorsitzenden Michaela Eben zeugte von reger Tätigkeit des unvollkommenen Vereins: In unregelmäßigen Abständen fanden gut besuchte Stammtische zum Thema Plastikfreiheit statt. Der Verein beteiligte sich an Schulveranstaltungen und unternahm auch Lehrerfortbildungen. Bei der Veranstaltungsreihe „Klimafrühling Oberland“ suchte der Verein das Gespräch mit der Gastronomie – und zwar darüber, wie Plastik vermieden werden könne. Im Oktober fand ein Ramadama an der Isar mit Kajaks und Stand-up-paddle statt.

Klärung bedurfte die Frage nach der Verbindung zwischen Förderverein und dem Unverpackt-Laden, der „Ois ohne“ heißen soll. Vereinsinitiatorin Diana Meßmer, Umweltbildungsreferentin beim Bund Naturschutz, betonte, beide seien unabhängig voneinander. Der Laden sei nur ein Projekt unter vielen, das finanziell unterstützt werde.

Ein „Crowdfunding“, also ein breit angelegter Spendenaufruf, der das Startkapital für den Laden einbringen soll, soll demnächst im Internet starten. Eine Besucherin wollte wissen, was denn mit Gewinnen aus dem Unverpackt-Laden geschehe. Laut Glöckner sollen sie in politische Bildungsarbeit fließen. Mit dem plastikfreien Laden wolle niemand finanziellen Profit erzielen. Auf Martins Nachfrage hin wurde die Idee vorgestellt, den Laden als Genossenschaft zu führen. Ein Geschäftsführer sei noch nicht bestellt, es gebe auch noch keinen Raum.  bib

Der nächste Stammtisch

findet am Montag, 10. Dezember, um 19 Uhr im „Kolberbräu“ statt.

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