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Neues Baugebiet am Hintersberg: Stadt Bad Tölz startet mit Vergabeverfahren für 14 Parzellen

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Wenn alles gut geht, kann ab Spätherbst 2022 am Hintersberg gebaut werden, glaubt die Stadt.
Wenn alles gut geht, kann ab Spätherbst 2022 am Hintersberg gebaut werden, glaubt die Stadt. © cs

Nachdem eine Klage gegen das neue Tölzer Baugebiet am Hintersberg abgewiesen worden ist, startet die Stadt mit dem Vergabeverfahren. Für die 14 Parzellen gab es zuletzt über 500 Interessenten.

Bad Tölz – Als wichtigen und ausschlaggebenden juristischen Sieg bewertet der Tölzer Bürgermeister Ingo Mehner die jüngste Eilentscheidung des Verwaltungsgerichtshofs zum Hintersberg-Baugebiet (wir berichteten). Er dankte in der Stadtratssitzung am Dienstag Bauamtsleiter Christian Fürstberger ausdrücklich für seine gute Arbeit. Die zweite, noch ausstehende Klage (Johannes Fritz) hat keine aufschiebende Wirkung. Ein Baustopp wäre nur bei der nun abgewiesenen Klage im Raum gestanden.

Verkehrsaufkommen wird von Gericht als unproblematisch beurteilt

Fürstberger ging kurz auf die Begründung des Gerichts ein. Das von den Kritikern oft ins Feld geführte steigende Verkehrsaufkommen in der Heißstraße und im Bereich der Engstelle habe das Gericht als völlig unproblematisch beurteilt. „Das ist genau so, wie wir das auch gesagt haben.“ Auch das beschleunigte Bebauungsplanverfahren nach Paragraf 13b für Areale unter 10 000 Quadratmeter komme bei „Hintersberg II“ korrekt zur Anwendung. Als einzigen Minuspunkt bewerteten die Richter den verspäteten Eingang des Konzepts für Niederschlags- und Oberflächenwasserbeseitigung. Inhaltlich sei aber nichts kritisiert worden, stellte Fürstberger klar. Die Baustraße sei gebaut, die Erschließung des Areals werde in einem Jahr abgeschlossen sein.

Insgesamt hat die Stadt 23 Parzellen zu vergeben

Das heißt nun auch, dass die Stadt das Vergabeverfahren für die insgesamt 23 städtischen Parzellen beginnen kann. Sie tut das in zwei Abschnitten. Zuerst 14 Parzellen für fünf Doppelhäuser und einen Vierspänner. Ab Mitte nächsten Jahres dann drei Dreispänner, dessen Wohnungen im Erbbaurecht vergeben werden.

Kämmerer Hermann Forster berichtete in der Stadtratssitzung über den Sachstand. Man habe zuletzt 532 Interessenten – viele aus der Region – auf einer Liste stehen gehabt, die alle bereits kontaktiert wurden, ob sie wirklich ins Bewerbungsverfahren einsteigen wollen. 213 hätten sich positiv zurückgemeldet. Die Stadt rechne aber damit, dass bis zum Ende der Abgabefrist (30. November, 24 Uhr) noch einige dazu kommen. Das sei auch jederzeit möglich.

Ende Januar soll das städtische Prüfverfahren abgeschlossen sein

An alle bestätigten Interessenten würden nun per Post die Bewerbungsunterlagen mit dem Fragenkatalog (unter anderem Familienverhältnisse, Wohn- und Arbeitsort, Einkommensnachweise) verschickt. Forster betonte, dass bei der Prüfung nicht nachgefragt werde. „Wer Unterlagen nicht vollständig ausfüllt, scheidet aus.“ Ende Januar soll das städtische Prüfverfahren abgeschlossen sein und 14 Bewerber den Zuschlag erhalten.

Er rechne aber damit, dass es auch Nachrücker geben werde, die zum Zug kommen, wenn dem einen oder anderen sein Grundstück doch nicht gefällt. Im ersten Quartal 2022 sollen alle Bauherren ermittelt sein. Für sie wird es auch eine Energie- und Bauberatung geben. „Das Baugebiet soll ja ein Gesicht haben.“ Im Spätherbst 2022 oder Frühjahr 2023 könne dann gebaut werden. (cs)

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