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Zwei Märchenonkel: Stefan Murr (li.) und Heinz-Josef Braun.

Charmante Erzählungen

Neues Hörspiel von Stefan Murr: Aus Indianer wird Aschenputtel

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Die Tölzer Schauspieler Stefan Murr und Heinz-Josef Braun erzählen das Märchen vom Aschenputtel als Hörspiel auf Bairisch. Murr muss die Live-Auftritte derzeit jedoch den Nockherberg-Proben unterordnen.

Bad Tölz – Sechs Hörspiele für Kinder haben der Tölzer Schauspieler Stefan Murr und sein Kollege Heinz-Josef Braun mittlerweile eingespielt: vier Märchen und zwei selbst erfundene Geschichten um „Käfer Mary“ – alles auf Bairisch. Die charmanten Erzählungen wurden rasch bekannt und sogar vom Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt. Klar, dass die beiden Erzähler neben der Schauspielerei damit weitermachen wollen.

Die jüngste Veröffentlichung heißt „Aschenputtel“. „Es ist bei Kindern das beliebteste Märchen“, sagt Stefan Murr, selbst Vater eines zehnjährigen Sohnes. „Wir wollten die Geschichte neu beleuchten. Das Märchen bietet viel Raum für kreative Einfälle.“ In der weiß-blauen Version heißt das Aschenputtel Evi und lebt mit seinem Vater auf einem Bauernhof. Den Vater bauen Murr und Braun zu einer sehr schrägen Figur aus: Er ist von Beruf nämlich Erfinder und überrascht mit skurrilen Einfällen, an denen er allerdings stets noch ein klein wenig feilen muss. Evi wiederum schmeißt die Landwirtschaft und hat engen Kontakt zu den Tieren.

Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als während der Abwesenheit des Vaters dessen neue Freundin mit ihrer Tochter auf dem Hof einzieht: zwei tyrannische Weiber, die Evi das Leben schwer machen. Doch – und hier folgt die Geschichte wieder dem Grimm-Märchen – das Blatt wendet sich, als der berühmte Ball des Prinzen stattfindet, und Evi der richtige Schuh passt. Wie, das haben sich Murr und Braun sehr amüsant überlegt: „Weil der Vater Erfinder ist, waren unserer Kreativität keine Grenzen gesetzt“, sagt Murr. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten – nur so viel: Es ist eine sehr individuelle Lösung für Evi.

Das neue Hörspiel: „Das bayerische Aschenputtel“.

Murr und Braun haben auch auf dieser CD wieder alle Figuren selbst gesprochen – von der Evi und den tyrannischen Weibern bis hin zu den Show-Ratten Ratzi Williams und Frank Razzata. Auch gesungen wird wieder. Einige Schulen haben die Schauspieler schon für Auftritte gebucht, zum Beispiel Gaißach, Waakirchen und Reichersbeuern. Im März sind Murr und Braun in Icking und Murnau zu sehen.

Murr muss die Termine derzeit den Nockherberg-Proben unterordnen. Dort ist der Tölzer auch heuer wieder mit dabei – „das zehnte Jahr in Folge“, freut er sich. Und es gibt etwas Neues: Murr wird diesmal keinen Politiker verkörpern, sondern spielt in dem Western-Singspiel einen Indianer. Der Starkbieranstich auf dem Nockherberg findet am Mittwoch, 28. Februar, statt. Murr ist als einziger Tölzer mit von der Partie. Die Musiker Florian Rein sowie Peter und Sebastian Horn sind nicht mehr am Nockherberg dabei. Bekanntlich führt auch Marcus H. Rosenmüller nicht mehr Regie, sondern Richard Oehmann und Stefan Betz.

Ab Ende Mai dreht Murr dann wieder in der Garmischer Region, nämlich für den Feuerwehr-Serienfilm „Marie fängt Feuer“ im ZDF. Darin spielt der Tölzer die Hauptrolle. „Der Film kommt bei den Zuschauern recht gut an, deshalb drehen wir jetzt gleich vier neue Folgen bis Ende Oktober“, sagt Murr.

Und für die bairischen Hörspiele haben er und Braun auch schon eine neue Idee: „Dazu möchte ich aber noch nichts verraten.“

Infos zur CD

„Das Bayerische Aschenputtel“ ist überall im Handel erhältlich sowie über www.die-bayerischen-bremer-stadtmusikanten.de. Die CD kostet 12,95 Euro. Die Erzählung dauert eine Stunde und eignet sich für Kinder ab sechs Jahren. Auf der Internetseite sind auch die kommenden Auftritte aufgelistet.

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