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Neues Tölzer Hotel Bergeblick: Die ersten Zimmer stehen schon

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Von: Veronika Ahn-Tauchnitz

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Hotel Bergeblick Bad Tölz Johannes Tien
Bauherr Johannes Tien im ersten Untergeschoss: Dort kann man schon die Aufteilung der Zimmer erkennen. © arp

Auf der Wackersberger Höhe entsteht das Hotel Bergeblick. 38 Doppelzimmer, acht Suiten, zwei Dachsuiten und drei Lodges mit eigenem Pool sind geplant. Und es geht voran.

Bad Tölz/Wackersberg – Man kann schon erkennen, wo einmal die Doppelbetten stehen werden. In den frisch eingebauten Holzwänden befinden sich nämlich schon die Aussparungen für die Steckdosen an den Nachtkästchen. So langsam bekommt man tatsächlich eine Vorstellung, wie das Hotel Bergeblick auf der Wackersberger Höhe einmal aussehen wird.

Durch die Hanglage gibt es auch aus dem Untergeschoss einen Blick auf die Berge

Direkt über der Tiefgarage hat in der vergangenen Woche der Aufbau des ersten Untergeschosses begonnen. Die Glasfronten samt Balkontüren wurden eingebaut, die hölzernen Zwischenwände der Zimmer und die Betonelemente für die Decke. Weil das Grundstück einen Höhenunterschied von vier Metern aufweist und sich das Gebäude in das abfallende Gelände schmiegt, werden auch die Gäste aus den Zimmern im ersten Untergeschoss einen fantastischen Bergblick haben.

Die drei Lodges bekommen einen eigenen Pool und Garten

Auf drei Etagen finden künftig 38 Doppelzimmer, acht Suiten und zwei Dachsuiten Platz. Dazu kommen drei Lodges. „Das sind Tiny-Häuser mit einem eigenen 1,30 mal 3 Meter großen Pool und eigenem Garten“, erklärt Bauherr Johannes Tien.

Die Holzwände, die die Zimmer abtrennen, werden im Ganzen eingesetzt.
Die Holzwände, die die Zimmer abtrennen, werden im Ganzen eingesetzt. © privat

Die Doppelzimmer haben eine überschaubare Größe. Der Balkon davor soll aber an der Front einen schließbaren Vorhang bekommen, um den Raum praktisch in diese Richtung erweitern zu können, erklärt Tien. „Wir wollen sowieso, dass sich die Gäste vor allem draußen aufhalten.“

Der Wellnessbereich verfügt über mehrere Saunen und einen 13-Meter-Pool im Außenbereich

Wer nicht unterwegs ist, kann das Spa aufsuchen. Auch der Wellnessbereich wird im ersten Untergeschoss Platz finden. Dort braucht man derzeit noch etwas Fantasie zwischen den nackten Wänden. Saunen, Infrarotkabine, Ruheräume, Fitnessbereich mit Blick auf den Blomberg, Umkleiden und Beautyräume sollen dort ab dem Frühjahr 2023 auch Tagesgäste locken. Im Außenbereich an der Rückseite des Hotels ist schon das kreisrunde Loch zu sehen, das einmal eine Gumpe mit hineinplätscherndem Wasserfall beherbergen soll, die als Tauchbecken dient. Ein Meditationsraum, in den durch eine Öffnung in der Decke die Elemente nach innen dringen können, ein „Senses“(Sinnes)-Haus mit Außensauna und Yoga-Raum, beheizbare Sitzsteine, eine Außendusche und ein 13 mal 4 Meter großer Außenpool runden den Spa-Bereich ab.

Eine klassische Rezeption gibt es nicht

Im Erdgeschoss wird der Gast später den Haupteingang finden. „Hier haben wir sechs Meter Deckenhöhe. Der Gast kommt rein und hat sofort den Blick auf den Wald“, sagt Tien. Den versperrt auch nicht der übliche Rezeptionsbereich, denn diesen gibt es im „Bergeblick“ nicht. Stattdessen nimmt der Mitarbeiter mit dem Urlauber an einem langen Tisch Platz. So könne er erst einmal ankommen und vielleicht einen Kaffee trinken. Küche und Frühstücksbereich mit Erweiterung auf die überdachte Terrasse befinden sich ebenfalls dort.

Konzept sieht nur Übernachtungen mit Frühstück vor

Tien hat weiterhin den Plan, nur Übernachtungen mit Frühstück anzubieten und abends vielleicht Fingerfood und Brotzeiten. Er könnte sich aber „Kooperationen mit Tölzer Gasthäusern vorstellen“, in denen für die Hotelgäste fürs Abendessen reserviert wird, damit sich nicht jeder auf eigene Faust etwas suchen muss.

Wie hoch das Gebäude – geheizt wird mit Hackschnitzeln – werden wird, kann man bereits erahnen, denn das Fluchttreppenhaus und der Bereich, der den Mitarbeiter-Fahrstuhl beherbergt, stehen bereits. Der Aufzug für die Gäste wird mittig angebracht. Die Kabine wird übrigens verglast, damit der Blick in die Berge frei ist.

Im Obergeschoss entstehen Tagnungsräume: „Wir haben schon Anfragen“

Im ersten Obergeschoss befinden sich neben den Gästezimmern auch Tagungsräumlichkeiten. „Wir haben bereits Anfragen“, sagt Tien. Auch das Kaminzimmer fürs gemütliche Verweilen findet sich dort. Im zweiten Obergeschoss kann man dann unter anderem die Rooftop-Bar – also die Dach-Bar – nutzen.

Insgesamt investiert Tien knapp 20 Millionen Euro in den Standort

Kostenmäßig sei noch alles im Rahmen, sagt Tien mit Blick auf die explodierenden Baupreise. Das sei vor allem dem Gespür und dem Geschick von seinem Architekten Sebastian Beham zu verdanken, ergänzt der Wackersberger. Nur mit einem Gewerk gebe es Schwierigkeiten. „Aber auch hier sind wir zuversichtlich.“ Ab Januar soll die Internetseite des Hotels an den Start gehen, die Zimmer buchbar sein. Die Eröffnung ist für Mai geplant. Bis dahin wird Tien noch Mitarbeiter für die etwa 20 Vollzeitstellen finden müssen. „Bewerbungen werden gerne angenommen“, sagt er.

Knapp 20 Millionen Euro wird Tien am Ende in den Standort auf der Wackersberger Höhe investiert haben – inklusive der Kaufpreise für das Hotelareal und das daneben liegende „Forsthaus“, das Tiens Familie derzeit als Ferienhaus vermietet. Rund 200 Euro soll die Nacht im Doppelzimmer kosten.

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