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Kleine Plüschwesen: Die Küken aus dem Stadtmuseum entwickeln sich prächtig auf dem Hühnerhof in Valley.

Osterprojekt

20 Küken schlüpfen im Tölzer Stadtmuseum 

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Das Osterprojekt ist geschlüpft: Im Stadtmuseum sind kürzlich 20 Küken zur Welt gekommen. Diese dürfen nun auf einem Bauernhof heranwachsen.

Bad Tölz– Am Gründonnerstag ging es los: Im Brutkasten im Tölzer Stadtmuseum regte sich etwas. Und dann schlüpften die ersten Küken. Das Projekt sollte Kindern vermitteln, „wie Leben entsteht“, sagt Museums-Leiterin Elisabeth Hinterstocker.

Die Hühnereier im Brutkasten durften von Anfang an beobachtet werden. „Wir hatten die Möglichkeit, die Eier zu durchleuchten“, erklärt Hinterstocker. So konnte man sehen, wie nach und nach Blutadern entstanden und das Herz zu schlagen begann. „Die Besucher waren beim Wachsen der Küken dabei.“ Damit jeder das Schlüpfen beobachten konnte, wurde eigens eine Webcam eingerichtet. Und tatsächlich: Kurz vor Ostern bahnten sich 20 Küken ihren Weg aus den Eiern heraus. „Als es so weit war, hat der Bär gesteppt“, sagt Hinterstocker. Kinder drückten sich die Nasen an den Schaufenstern platt. Aber nicht nur Kinder. „Auch ältere Tölzerinnen schauten rein, bei ihnen kamen teilweise Kindheitserinnerungen hoch.“ Natürlich wollten die Kinder die Kühen streicheln und in die Hand nehmen.

„Dieses Küken muss Hubsi heißen“

Und die Kleinen brauchten Namen. Die sind durchaus ausgefallen – je nachdem, was Kinder und Sponsoren an Ideen hatten: Opa Jürgen und Oma Adelheid, Juppi, Klärchen, Lieselchen und Berndt. Gerade als Buchhändler Hubert Schöffmann vorbeikam, um die Eier zu fotografieren und eines in die Hand nahm, piepste es aus dem Inneren heraus. „So kommunizieren die Küken miteinander“, sagt Hinterstocker. Da war klar: „Dieses Küken muss Hubsi heißen“, ergänzt sie lachend.

Ein paar Eier sind im Brutkasten verblieben. „Das sind dunkle Eier, die wir nicht durchleuchten können. Da wissen wir nicht, ob die überhaupt befruchtet waren.“ Diese werden wohl auch nicht mehr schlüpfen.

Die 20 Küken werden jetzt auf dem Hühnerhof von Hinterstocker in Valley großgezogen – von dort stammten auch die Eier ursprünglich. Hähne und Hühner dürfen allesamt wachsen und gedeihen, ohne Angst vor dem Schlachten zu haben. „Wenn wir zu viele Hähne haben, verkaufen wir diese an Bäuerinnen, die einen Hahn brauchen“, sagt Hinterstocker, die schon viele Jahre sowohl besondere Rassen als auch gemischtes Federvieh bei sich hält.

Die kleinen Küken entwickeln sich schnell. „Sie haben schon kleine Federflügelchen“, berichtet die Museums-Leiterin. Tagsüber dürfen sie bereits bei schönem Wetter ins Freilaufgehege. Hinterstockers Fazit nach dem Osterprojekt: „Es war nicht nur für uns, sondern auch für viele Kinder und Erwachsene eine Freude zu sehen, wie in den Hühnereiern Leben herangewachsen ist.“

Melina Staar

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