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Billigere Fahrpreise: Vorerst nur eine Hoffnung. 

Niedrige Spritkosten: Doch an Fahrpreisen ist nicht zu rütteln

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Bad Tölz - Die Spritpreise bleiben auf einem sehr niedrigen Level – beim Tanken kann noch immer richtig gespart werden. Wäre es da nicht höchste Zeit, dass auch die Fahrpreise für Taxi, Zug und Bus gesenkt werden? So einfach ist das leider nicht.

Seit geraumer Zeit muss man nicht mehr so tief in den Geldbeutel greifen, wenn man seinen Tank befüllen möchte. Die Benzin- und Dieselpreise befinden sich nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau. Doch warum gab es bislang noch keine Meldung, dass die Fahrpreise für Taxi, Zug und Bus geringer werden?

„Die niedrigen Spritpreise machen sich bei der Bayerischen Oberlandbahn nur bedingt bemerkbar“, sagt Sprecher Christopher Raabe. Weder negativ, da kaum Fahrgäste des Preises wegen auf das Auto umsteigen, noch positiv, da der Dieselkraftstoff langfristig eingekauft werde. Steigerungen oder Senkungen werden, so Raabe, zum Teil über den Verkehrsvertrag abgefangen oder abgeschöpft.

Auf den Fahrpreis hingegen wirkt sich das günstige Tanken schon aus. „Die Benzinpreisentwicklung geht als Teil der Kosten in die Preiskalkulation ein.“ Daher seien die Preise zuletzt nur moderat angestiegen. Allerdings würden auf der anderen Seite die Löhne erhöht, so dass sich die Kosten etwa auf dem gleichen Level einpendeln.

Ähnliches sagt auch Ralf Kreutzer, Niederlassungsleiter des Regionalverkehrs Oberbayern (RVO) in Weilheim. „Die niedrigen Preise sind ein Vorteil für das Omnibusgewerbe. Aber sie machen nur einen Teil der Kosten aus.“ Denn die Personalkosten seien gestiegen. Natürlich beobachte man den Dieselpreis – „wir diskutieren auch darüber“ – , aber derzeit gebe es keine Überlegungen, die Fahrkosten für Kunden zu senken. Sollte sich der Trend fortsetzen, „wäre vielleicht Spielraum nach unten. Oder man könnte Erhöhungen nicht so hoch ausfallen lassen.“

Autos, Unterhalt, Werkstattkosten seien eher gestiegen, daher könnten die Preise für Taxifahrten „gerade so gehalten werden“, sagt Unternehmer Hias Hammerl. „Aber das ist am Limit dessen, was machbar ist.“

Natürlich sei es angenehm, wenn die Preise niedrig sind, sagt Jakob Haibel von der gleichnamigen Tölzer Speditionsfirma. Der Markt reagiere darauf. Allerdings mache es sich nur bei längeren Fahrten bemerkbar, wo die Spritkosten etwa 27 bis 30 Prozent des Gesamtpreises ausmachen. Haibel: „Bei Möbeltransporten spüren wir es kaum, dafür sind die Strecken zu kurz.“

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