+

Regierung bereitet Erörterungstermin vor 

Nordspange: Nächstes Etappenziel im Oktober

  • schließen

Bad Tölz – Ein wichtiger Termin auf dem Weg zur Tölzer Nordspange rückt näher: Die Regierung von Oberbayern plant derzeit den sogenannten Erörterungstermin. Nach Angaben einer Sprecherin der Behörde ist dafür der Oktober vorgesehen. „Die Vorbereitungen laufen.“

Nach Informationen von Christine Volkmer vom Staatlichen Bauamt Weilheim ist die 41. Kalenderwoche (10. bis 14. Oktober) angedacht.

Der Erörterungstermin ist ein Knackpunkt im Planfeststellungsverfahren, also in dem Prozess, der auf die Baugenehmigung zusteuert. Bei diesem Termin, zu dem die Regierung von Oberbayern einlädt, werden alle Einwendungen, die gegen die vorgelegte Planung eingegangen sind, vom Staatlichen Bauamt beantwortet und abgewogen. Das könnte länger dauern. Denn die Zahl der Einsprüche von Bürgern, Kommunen und Verbänden wie dem Bund Naturschutz lag bei deutlich über 100. Nach Angaben der Sprecherin der Regierung ist die Veranstaltung, die in Bad Tölz stattfinden wird, nichtöffentlich. Lediglich die sogenannten Einwender sowie die beteiligten Behörden seien eingeladen.

Darunter werden auch viele Greilinger sein. Die Gemeinde Greiling habe im Oktober 2014 einen Katalog von 60 Einwänden von Bürgern und Verwaltung ans Staatliche Bauamt geschickt, sagt Bürgermeister Anton Margreiter. Auf die Antworten ist er nun gespannt. „Der Bau der Nordspange wird schließlich ein einschneidendes Ereignis.“ Und dazu gebe es im Ort viele Bedenken – zum Beispiel was den Lärmschutz, die Flächenversiegelung und die Oberflächenentwässerung betrifft. „Das Konzept des Staatlichen Bauamts war uns zu dürftig“, sagt Margreiter. „Wir fürchten, dass unser Weiher durch abfließendes Wasser zu stark belastet wird.“ Auch dass der Radweg von Greiling nach Tölz durch die Nordspange zweimal durchschnitten und teils auf einen landwirtschaftlichen Weg umgeleitet werden soll, gefällt Margreiter nicht. Er macht keinen Hehl daraus, dass er die Nordspangen-Planung kritisch sieht. „Dass eine Lösung her muss, ist klar“, sagt er. Denn Greiling gehöre zu den Hauptleidtragenden der täglichen Staus auf der B 472 und des Schleichverkehrs durchs Dorfs. Ob die Greilinger auch übermäßig unter der Nordspange zu leiden haben, „das wird der Erörterungstermin zeigen“.

Der Tölzer Bürgermeister Josef Janker ist überzeugt, dass ein vernünftiger Ausgleich erreicht wird. Es gelte, Vor- und Nachteile abzuwägen. Auf der einen Seite „stehen täglich 30 000 Fahrzeuge im Stau, Benzin und Diesel werden in die Luft gejagt, hunderte Anwohner leiden“. Auf der anderen Seite bringe auch die Nordspange Einschränkungen für eine Reihe von Anwohnern. Da geht es vielleicht um 15 bis 20 Familien.“ Für die ließen sich die Folgen mit Lärmschutzwällen und -fenstern und Belüftungskonzepten und Dämmen verringern.

Janker freut sich, dass der Erörterungstermin näher rückt. „Es wäre schön, wenn er schon früher gewesen wäre“, meint er. Doch es sei richtig, die vielen Einsprüche umfassend abzuarbeiten. „Das muss wasserdicht sein, denn es ist davon auszugehen, dass gegen die Baugenehmigung geklagt wird.“ Das demokratische System der Bürgerbeteiligung bringe es eben mit sich, dass die Umsetzung vieler Projekte „elendiglich lange“ dauere. Im Fall der Nordspange über 20 Jahre.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Chorfestival: Es gibt noch Karten für heute Abend
Das Galakonzert beginnt um 19.30 Uhr im Kurhaus. Karten gibt es an der Abendkasse. Unser Bild zeigt den Knabenchor aus Dubna/Russland.
Chorfestival: Es gibt noch Karten für heute Abend
Nächtliche Sperrung am Sylvenstein
Auf eine nächtliche Straßensperrung müssen sich Autofahrer auf der Bundesstraße 307 zwischen der Faller Klamm-Brücke und dem Sylvensteindamm einstellen.
Nächtliche Sperrung am Sylvenstein
Wer baut heuer die originellste Seifenkiste?
Die Seifenkisten-Freunde sitzen in den Startlöchern. Nach dem Erfolg bei der Premiere 2015 hat der Wintersportverein (WSV) Schlehdorf beschlossen, das Rennen im …
Wer baut heuer die originellste Seifenkiste?

Kommentare