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Frisch renoviert: Eigentümer Kristian Nicol Worbs möchte die Leerstände in der Oberland-Passage am liebsten bis Ende des Jahres beenden.

Oberland-Komplex

Neues Leben für leere Räume

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Bad Tölz –  Ein Café, ein Supermarkt, Arztpraxen, Büros und ein paar Wohnungen: So könnte die Zukunft des Oberland-Komplexes an der Tölzer Nockhergasse aussehen. Derzeit laufen die Renovierungsarbeiten.

Wer momentan die Oberland-Passage und das Ärztehaus an der Nockhergasse betritt, dem fällt sofort die emsige Betriebsamkeit auf, die dort herrscht: Es wird gehämmert und gebohrt, Handwerker laufen auf und ab. „Wir machen derzeit verschiedene Renovierungsarbeiten“, sagt Kristian Nicol Worbs. Wie berichtet hat der Geschäftsführer der Aureus Immobilien und Anlagen GmbH den Komplex Anfang des Jahres von Hermann Elmering gekauft.

„Wir wollen die düstere Passage und die Arkaden freundlicher gestalten“, sagt Worbs. An einigen Stellen ist dies bereits gelungen. Die Arkaden haben eine helle Decke, die Bögen wurden neu gestrichen. Weg von dem fragwürdigen Gelb, hin zum schlichten Weiß. Die Tiefgaragen-Türe wurde erneuert. In der Passage selbst soll eine andere Beleuchtung für mehr Helligkeit sorgen. Die Treppenhäuser, etwa im Ärztehaus, wurden laut Worbs bereits neu gemacht. Hier fällt sofort auf, dass die Wände neu gestrichen sind. LED-Lampen sorgen für ein gleichmäßiges Licht. Und das Grün der 70er-Jahre, das Geländer und Aufzugstüren schmückte, ist einem Braun gewichen. „Wir wollten alles netter gestalten“, sagt Worbs. Viel Arbeit steht aber noch bevor – so sollen etwa in den nächsten Wochen das Dach und die komplette Fassade renoviert werden. Am meisten zu tun gibt es aber im Inneren. Fast 2000 Quadratmeter im Oberland-Komplex stehen leer. Der Geschäftsmann hat das ehrgeizige Ziel, die meisten Flächen bis Ende des Jahres vermietet zu haben. Dafür muss er die teils seit Jahren verlassenen Räume aber ordentlich aufpeppen, damit es, wie er sagt, „eine präsentable Mietfläche“ wird.

Zu einer solchen sind bereits die Geschäftsräume gegenüber von „Witt Weiden“ geworden. Dort wurden alte Möbel und Einrichtungsgegenstände entfernt und Verbesserungen vorgenommen. Worbs spricht mit verschiedenen Interessenten. Die gibt es auch für die Praxen und Büros im Ärztehaus. „Es wäre schön, wenn das Ärztehaus seinem Namen wieder gerecht werden würde.“ Darin hat sich Worbs selbst auch ein Büro eingerichtet.

Ganz oben, im dritten Stock, gibt es vier Flächen zu vermieten. Hier könnte sich Worbs Büros – oder auch Wohnungen – vorstellen. Er schwärmt: „Von der Terrasse aus sieht man bis zum Blomberg auf der einen und zum Kalvarienberg auf der anderen Seite.“

Um in die Passage selbst mehr Leben hineinzubringen, schwebt Worbs ein Café im Innenhof vor. „Das könnte die Leute von der Marktstraße in die Nockhergasse rüberziehen.“

Im Untergeschoss gibt es die größte zusammenhängende Fläche im Oberland-Komplex. Hier würde Worbs einen Supermarkt begrüßen, wie er früher schon einmal an dieser Stelle angesiedelt war. „Aber dadurch, dass es nur einen Eingang zur Nockhergasse hin gibt, ist es schwieriger. Viele wollen lieber direkt in die Altstadt.“ Ein zweiter Zugang von der Passage aus ist aber denkbar, zumal es hier eine Rolltreppe gibt. Mit verschiedenen Supermarkt-Ketten wurde bereits gesprochen.

Ebenfalls im Dialog ist Worbs mit Vorbesitzer Hermann Elmering. Diesem gehört das nebenstehende „Ramm“-Haus, das aufgrund seines nicht vorzeigbaren Äußeren schon länger in der Kritik steht. Im Kaufvertrag hat Worbs verankern lassen, dass an dem Gebäude etwas gemacht wird. „Ob es jetzt zumindest optisch hergerichtet und später abgerissen wird, weiß ich nicht.“ Sanieren ist aber wohl eher keine Lösung. Was dem Immobilien-Besitzer gefallen würde, wäre ein Neuaufbau des Ramm-Gebäudes. Dabei könne, so Worbs, das Haus vielleicht auch etwas versetzt werden. Denkbar wären Arkaden, was die recht enge Gehsteig-Situation verbessern würde. Die Ideen sind also schon weit fortgeschritten. Worbs: „Vielleicht kaufe ich das Ramm-Haus auch noch.“

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