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Die Studie ist für die Landkreise wichtig. Schließlich können sie nur so abschätzen, welche Folgekosten auf sie zukommen.

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MVV-Beitritt: Studie über  die Folgekosten

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Eine sehr teure Grundlagenstudie soll Aufschluss darüber geben, ob es Sinn macht, dass der südliche Landkreis Teil des MVV-Verbunds wird. 

Bad Tölz-Wolfratshausen Auch der südliche Landkreis möchte Teil des MVV-Verbunds werden – genauso wie neun andere Landkreise und kreisfreie Städte im Münchner Umland. Ob das Sinn hat und mit welchen Folgekosten zu rechnen ist – darüber soll eine zweistufige Grundlagenstudie Aufschluss geben. Rund neun Millionen Euro kostet sie – einen Großteil davon übernimmt der Landkreis. Bei 85 Prozent liegt die Förderung in der Regel – der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen bekommt aber noch einmal fünf Prozent mehr.

„Der Freistaat erstellt keine zehn Förderbescheide, sondern nur einen. Den haben wir bekommen, und wir regeln das jetzt mit den anderen Landkreisen“, erläuterte Landrat Josef Niedermaier (FW) den Hintergrund der höheren Förderung in der Sitzung des Kreisausschusses. Für Bad Tölz-Wolfratshausen liegt der Eigenanteil damit nur noch bei 46 000 Euro. Warum aber ist die Studie überhaupt so teuer? Das erläuterte Markus Haller von der MVV Consulting GmbH, die die Studie federführend erstellen wird, in der Kreis-Umweltausschuss-Sitzung. 

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„Hauptkostenpunkt ist, dass wir in allen Landkreisen in allen Linien von Bus und Bahn Erhebungen durchführen.“ Diese Fahrgasterhebung läuft ein Jahr und besteht auch nicht aus dem reinen Zählen der Passagiere. Diese werden zudem etwa befragt, woher sie kommen, wohin sie fahren, wie oft sie fahren und mit welchem Ticket sie unterwegs sind. „Wir wollen schon sehr genau ermitteln, mit welchen Mindereinnahmen durch den MVV-Tarif zu rechnen ist“, sagte Haller. Dabei habe man allerdings die Maximalkosten angesetzt. „Kann schon sein, dass wir da noch etwas runterkommen.“

Die Studie ist für die Landkreise wichtig. Schließlich können sie nur so abschätzen, welche Folgekosten auf sie zukommen. Beispiel: Im MVV-Verbund entstehen jedes Jahr 1,8 Milliarden Euro an Kosten, nur etwa die Hälfte wird über Ticketverkäufe refinanziert. Die andere Hälfte zahlen der Freistaat, die Stadt München und die acht Verbundlandkreise – und somit die Allgemeinheit. 

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