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In der Fernsehwelt gibt es eine Änderung: Ende März erfolgt die Umstellung auf DVB-T2. Das könnte unter anderem Auswirkungen auf den Empfang von ORF haben.

Digitales Fernsehen

ORF-Empfang künftig verschlüsselt

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Weil in Österreich auf einen neuen Übertragungsstandard umgestellt wird, ist der Empfang der Sender ORF 1 und 2 im Landkreis künftig nicht mehr möglich.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Wer über eine digitale Antenne fernsieht, muss vor dem 29. März tätig werden. An diesem Tag wird nämlich DVB-T auf DVB-T2 umgestellt, damit jeder den neuesten Übertragungsstandard HD empfangen kann.

Die Firma „Teleprofi Teltscher“ hat damit gut zu tun, da Kunden einen neuen Receiver oder ein entsprechendes Fernsehgerät brauchen. Wer davon betroffen ist, bekommt das über ein Laufband im Bildschirm mitgeteilt. „Die meisten schauen über Kabel oder Satellit, nur etwa fünf bis zehn Prozent nutzen DVB-T“, sagt Josef Fischhaber. Die Umstellung mache sich wesentlich in der Qualität bemerkbar.

Derzeit können Bewohner der Grenzregionen dank des Antennenfernsehens auch Sender aus Österreich empfangen. Besonders Sportfans schätzen die Berichterstattung über Formel 1, Champions League und den Alpinen Skiweltcup im ORF. Bisher konnte man den Sender – zumindest strichweise – bis in den Münchner Osten empfangen, weil das Signal des Sendemastens in Salzburg natürlich nicht an der Grenze halt machte.

Auch hier kündigt sich allerdings eine Änderung an. Denn Österreich stellt auch auf DVB-T2 um. „Das ist dann eine vorverschlüsselte Plattform“, erklärt Fischhaber. Die könnten deutsche Kunden künftig nicht mehr empfangen, weil dazu eine Smartcard nötig ist. Die könnten aber nur diejenigen beantragen, die Fernsehgebühr in Österreich bezahlen – also österreichische Staatsbürger.

Wann Österreich umstellt, ist aber nicht bekannt. So lange dürfte sich am ORF-Empfang nichts ändern. Fischhaber hat auch gehört, dass sich Österreich mit den Grenzregionen geeinigt hätte. Ob es stimmt, dass könne „Teleprofi Teltscher“ bei ORF Digital aber nicht erfragen.

Einfluss darauf habe man ohnehin nicht, wenn es soweit ist. „Ein Schlupfloch gibt es nicht“, sagt Fischhaber. Wenn man Freunde oder Verwandte in Österreich habe, könnte man vielleicht eine Karte über sie beziehen. Allerdings wäre das nicht legal. „Die Karte muss im Land bleiben.“

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